Der Technologiesektor in Europa steht unter Druck. Der französische Softwarehersteller Dassault Systèmes hat mit seinen Quartalszahlen die Anleger regelrecht verschreckt. Die Aktie sackte nach einer kurzen Handelsunterbrechung um fast 20 % ab. Der Umsatz im vierten Quartal stieg zu konstanten Wechselkursen nur um magere 1 % auf 1,68 Milliarden Euro. Das lag am unteren Ende der Prognose und reichte den Investoren offensichtlich nicht.
Der breite europäische STOXX 600 Index verlor 0,2 % und rutschte auf 619,66 Punkte. Frankreichs CAC 40 gehörte mit einem Minus von 0,3 % zu den größten Verlierern unter den regionalen Indizes. Der europäische Technologiesektor büßte sogar 2 % ein und führte die Sektorverluste an.
Die Sorgen vor KI-Disruption haben bereits in der vergangenen Woche die Märkte erfasst. Dassault gehörte damals schon zu den Verlierern. Jetzt haben die schwachen Zahlen die Befürchtungen noch verstärkt. Auch der Versicherungssektor bekam diese Woche sein Fett weg, nachdem das Insurify ChatGPT-Tool vorgestellt wurde. Die Barclays Bank stufte daraufhin den europäischen Versicherungssektor auf Untergewichten herab. Der Sektor hat in dieser Woche bereits knapp 2 % verloren.
Hardware-Hersteller profitieren vom KI-Boom
Während Software-Unternehmen unter Druck geraten, setzen Anleger verstärkt auf Hardware-Produzenten. Siemens Energy legte um 5,2 % zu, nachdem der KI-Ausrüster bekannt gab, dass sich der Nettogewinn in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres fast verdreifacht hat. Die Botschaft ist klar: Wer die Infrastruktur für KI liefert, profitiert. Wer durch KI ersetzt werden könnte, verliert.
Die London Stock Exchange Group gewann 2,7 % nach Berichten, dass der aktivistische Hedgefonds Elliott Management eine bedeutende Beteiligung an dem Datenanbieter aufgebaut hat. Heineken kletterte um 4,4 %, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, bis zu 6.000 Stellen weltweit abzubauen.
Die Nervosität im Technologiesektor dürfte vorerst anhalten. Anleger müssen sich auf weitere volatile Handelstage einstellen, solange die Unsicherheit über die Auswirkungen neuer KI-Modelle auf etablierte Geschäftsmodelle bestehen bleibt. Bei Dassault Systèmes zeigt sich jetzt deutlich, dass der Markt keine Geduld mehr mit schwachen Zahlen hat.
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