Zwei Deals an einem Tag — Danone macht in der Asien-Pazifik-Region gerade deutlich mehr als nur Pflege des Bestehenden.
Der französische Lebensmittelkonzern übernimmt die australische MADE Group, einen Hersteller von proteinreichen Trinkprodukten, Joghurts und Kokosnusserzeugnissen. Finanzielle Details nannte Danone nicht. Parallel dazu kündigte das Unternehmen an, die verbleibenden 49 Prozent am Joint Venture mit Saputo Dairy Australia zu erwerben — bislang hält Danone daran 51 Prozent. Auch hier blieben konkrete Kaufpreise offen.
Protein und Kokos als Wachstumshebel
Die MADE-Übernahme passt in ein klares strategisches Muster. Proteinreiche Lebensmittel und funktionale Getränke gehören zu den wachstumsstärksten Segmenten im Konsumgütermarkt, besonders in Australien und den umliegenden Märkten. Mit dem vollständigen Zugriff auf das Saputo-Joint-Venture sichert sich Danone dazu eine belastbare Basis im australischen Frischmilchgeschäft — ohne auf einen Partner angewiesen zu sein.
Das dürfte kein Zufall sein. Bereits im März hatte Danone die geplante Übernahme des britischen Nahrungsergänzungsmittelherstellers Huel angekündigt. Der australische Doppelzug setzt diese Expansionslinie fort — diesmal mit klarem Fokus auf Asien-Pazifik.
Markt reagiert verhalten
Die Kursreaktion an der Frankfurter Börse war überschaubar. Die Aktie notierte nach Bekanntgabe leicht im Plus, nachdem sie in den ersten Handelsminuten noch nachgegeben hatte. Das spiegelt weniger Skepsis gegenüber der Strategie wider als die fehlende Möglichkeit, die Transaktion finanziell zu bewerten — ohne Kaufpreise bleibt das Aufwärtspotenzial für Anleger schwer einzuschätzen.
Klarheit dürfte es spätestens dann geben, wenn Danone die Deals im Rahmen einer regulären Berichterstattung einpreist oder die Abschlüsse offiziell vollzogen werden.
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