Danaher Aktie: JPMorgan sieht 22 Prozent Gewinnsprung

JPMorgan prognostiziert für Danaher einen Gewinnsprung im Medizintechniksektor. Analysten stufen den Laborspezialisten als Favoriten ein, während das technische Bild sich aufhellt.

Auf einen Blick:
  • JPMorgan erwartet 22 Prozent Gewinnwachstum
  • Danaher übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal
  • Bioprocessing-Aufträge teilweise verschoben
  • Aktie stabil über 50-Tage-Durchschnitt

Danaher findet nach einer volatilen Phase wieder festen Boden. Ein kräftiges Lob der US-Bank JPMorgan hilft dem Laborspezialisten dabei, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Marktbeobachter sehen in dem Wert einen potenziellen Profiteur einer beginnenden Sektor-Rotation.

Die Strategen von JPMorgan betonen, dass Investoren den Gesundheitssektor zuletzt vernachlässigt haben. Der Fokus lag fast ausschließlich auf künstlicher Intelligenz und schnell wachsenden Tech-Werten. Das macht die Bewertung von Qualitätsunternehmen wie Danaher nun attraktiv.

Für das nächste Jahr erwartet die Bank im Sektor einen Gewinnsprung von 22 Prozent. Damit würde sich die Branche von einem geschätzten Rückgang von einem Prozent im Jahr 2026 erholen. Innerhalb der Medizintechnik zählt Danaher jetzt zu den Favoriten der Experten.

Bioprocessing als Zünglein an der Waage

Dabei fielen die Reaktionen auf die Bilanz zum zweiten Quartal zunächst gemischt aus. Danaher steigerte den Umsatz um 5,5 Prozent auf 6,3 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,94 US-Dollar über den Markterwartungen.

Einige Kunden verschoben jedoch Aufträge im wichtigen Bereich Bioprocessing. Das Management engte daraufhin die Prognose für das organische Umsatzwachstum auf eine Spanne von drei bis vier Prozent ein. Berichte anderer Branchengrößen bestätigten zuletzt allerdings, dass die grundsätzliche Nachfrage in diesem Segment intakt bleibt.

Stabiles technisches Bild

Technisch hellt sich die Lage auf. Mit einem Schlusskurs von 169,45 Euro hält sich das Papier stabil über seinem 50-Tage-Durchschnitt von rund 164 Euro. Parallel dazu schüttete der Konzern am 31. Juli seine Quartalsdividende von 0,40 US-Dollar aus.

Die kommenden Monate werden durch die tatsächliche Erholungsgeschwindigkeit im Bioprocessing-Markt bestimmt. Solange die Aktie ihre Unterstützung an der 50-Tage-Linie verteidigt, bleibt das Szenario einer Bodenbildung intakt. Das Management muss nun beweisen, dass die Auftragsverzögerungen nur vorübergehender Natur waren.

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