Nach einem schwachen Vorjahr zieht das Lkw-Geschäft bei Daimler Truck kräftig an. Im dritten Quartal setzte der Konzern 91.260 Fahrzeuge ab, 26 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahlen liefern einen frühen Hinweis, dass das vom Management angekündigte stärkere zweite Halbjahr Gestalt annimmt.
Nordamerika als Treiber
Den größten Schub lieferte die Region, die für den Konzern am lukrativsten ist. Trucks North America steigerte den Absatz um 51 Prozent auf 45.629 Fahrzeuge. Im Vorjahr waren die Verkäufe wegen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump eingebrochen, entsprechend niedrig fiel die Vergleichsbasis aus.
Auch Mercedes-Benz Trucks, die vor allem in Europa und Südamerika starke Marke, legte zu: um 13 Prozent auf 40.362 Einheiten. Damit wuchsen die beiden größten Truck-Sparten gleichzeitig.
Busse und Elektro schwächeln
Nicht alles lief rund. Daimler Buses verkaufte 16 Prozent weniger und kam auf 5.394 Fahrzeuge. Bei batterieelektrischen Lkw und Bussen ging der Absatz um 28 Prozent auf 1.207 Einheiten zurück.
Hinzu kommt die konjunkturelle Lage. Die Wirtschaftsschwäche in Europa, insbesondere in Deutschland, belastet den Konzern weiter. Investoren beobachten daher, ob die Erholung in Nordamerika die weicheren Märkte ausgleichen kann.
Ausblick und Börsenreaktion
Der Konzern hatte seine Jahresprognose bereits im August angehoben und dies mit besseren Aussichten in Nordamerika begründet. Die Absatzzahlen stützen diesen Kurs. Die Aktie notierte im Tradegate-Handel zeitweise 0,47 Prozent höher bei 40,75 Euro, die Reaktion fiel also moderat aus.
Details zu Umsatz und Ergebnis will Konzernchefin Karin Radström am 6. November vorlegen. Dann zeigt sich, wie viel von dem Absatzplus in der Marge ankommt.
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