D-Wave Quantum: Das sollten Anleger im Blick haben!

D-Wave Quantum präsentiert auf der CES 2026 sein Quantensystem, während die Aktie nach anfänglicher Stärke volatil bleibt. Die finanzielle Lage ist durch hohe Forschungsausgaben geprägt.

Auf einen Blick:
  • CES 2026 als wichtiger Termin für Produktvorstellungen
  • Umsatz wächst, Verluste bleiben jedoch hoch
  • Aktienkurs zeigt volatile Entwicklung nahe 100-Tage-Linie
  • Über 100 Organisationen nutzen die Quantenplattform

D-Wave Quantum hat Anfang des Jahres die vorherige Stärke nicht fortgesetzt, sondern ist kurz vor der 100-Tage-Linie gedreht. Spannend könnte es nun im Bereich der letzten Tiefs werden.

Las Vegas könnte neue Impulse bringen

Zwei zentrale Ereignisse stehen als Katalysatoren unmittelbar bevor. Die CES 2026 in Las Vegas (7.–8. Januar) sowie die unternehmenseigene „Qubits 2026“-Konferenz Ende Januar in Florida. Auf der CES plant D-Wave, sein annealingbasiertes Advantage-System mit über 5.000 Qubits vorzustellen und konkrete Anwendungen im Hybrid-Quantum-Classical-Solver-Ansatz zu präsentieren. Dazu zählen Logistik, Fertigung, Materialwissenschaften, Finance und KI-Optimierung, begleitet von einer Masterclass zu messbaren Vorteilen gegenüber klassischen Systemen. Die Ankündigung im Dezember löste kurzfristig einen Kurssprung von über 17 % aus, der jedoch schnell wieder abgeflaut ist. Qubits 2026 gilt als nächster Belastungstest. Investoren erwarten Roadmaps für Annealing- und Gate-Model-Systeme, Updates zu Hybridarchitekturen sowie Einblicke in Regierungs- und Defence-Use-Cases.

Fundamental bleibt die Lage zwiespältig. Im dritten Quartal 2025 wies D-Wave einen Umsatz von 3,7 Mio. US-Dollar aus, das EPS lag bei –0,05 US-Dollar und damit besser als erwartet. Die Cash-Position von über 836 Mio. US-Dollar verschafft finanziellen Spielraum, gleichzeitig steigen die Verluste im adjustierten EBITDA weiter, da die R&D-Kosten für parallele Annealing- und Gate-Programme die Umsatzbasis deutlich übersteigen.

In der Kommerzialisierung zeigen sich erste Fortschritte. Mehr als 100 Organisationen nutzen die Plattform, darunter Mastercard, Deloitte, Siemens Healthineers, NEC und Lockheed Martin. Einzelne Mehrjahresverträge, etwa ein 10-Mio.-Euro-Abkommen über die Hälfte eines Advantage-II-Systems in Europa, deuten auf potenziell wiederkehrende Einnahmen hin. Absolut betrachtet bleiben die Umsätze jedoch niedrig, und ein operativer Hebel ist bislang nicht erkennbar.

D-Wave Quantum-Aktie im Chart-Check

Die Aktie schaffte es Ende des letzten Jahres, die 100-Tage-Linie zu überschreiten und sich der Abwärtstrendlinie zu nähern. Das Überschreiten der Tiefs war ein erstes positives Signal, das jedoch nicht nachhaltig war. Die nächste Abweisung folgte schnell. Dadurch kam zum Jahresende erneut Volatilität in die Aktie. Nach dem Anstieg in den letzten Tagen des Jahres kam es zu Beginn des neuen Jahres zu einem Abverkauf, der den Kurs wieder knapp unter die 100-Tage-Linie drückte. Sollte es weiter nach unten gehen, könnten die Tiefs bei rund 25 US-Dollar als Unterstützung dienen. Hier die D-Wave-Quantum-Aktie im Tageschart.D-Wave Quantum

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier:  https://www.tradingview.com/x/bOo1YigN/

Sollten die letzten Tiefs halten, könnte das eine Chance auf steigende Kurse sein. Ich würde diese Zone genau beobachten und nicht vorher reagieren.

Für eine Short-Chance ist der Markt bereits zu weit nach unten gelaufen, sodass das CRV aktuell nicht mehr attraktiv ist. Sollten die Tiefs und die Unterstützung jedoch gebrochen werden, könnte sich daraus wieder eine Short-Chance ergeben, mit einem möglichen Ziel bei rund 14 US-Dollar.

Ihr Konrad

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