D-Wave Quantum-Aktie: Wie irre wäre das denn!

Eine Studie mit Shionogi zeigt: Quantenunterstützte KI erzeugte mehr chemisch gültige Moleküle, liefert aber noch keinen kommerziellen Beweis.

Auf einen Blick:
  • Kooperation mit japanischem Pharmaunternehmen Shionogi
  • Quantenmodell erzeugte 97 Prozent gültige Moleküle
  • Klassisches Vergleichsmodell erreichte 73 Prozent
  • Studie belegt noch keinen kommerziellen Vorteil

D-Wave Quantum sieht in einer neuen Studie einen möglichen wichtigen Schritt für die Verbindung von Quantencomputing und künstlicher Intelligenz. Gemeinsam mit dem japanischen Pharmaunternehmen Shionogi hat D-Wave untersucht, ob ein Quantencomputer dabei helfen kann, KI-Modelle bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe zu verbessern.

Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht, wobei D-Wave selbst in einem Blogbeitrag darüber berichtete.

D-Wave Quantum-Aktie: Quantencomputer verbessern Molekülsuche

Die Forscher kombinierten ein klassisches KI-Modell mit einem Quantencomputer von D-Wave. Dieser übernahm einen Teil der Suche nach geeigneten Lösungen. Das ist bei der Medikamentenentwicklung besonders interessant, weil die Zahl möglicher Molekülverbindungen riesig ist und klassische KI-Modelle häufig Schwierigkeiten haben, wirklich geeignete neue Wirkstoffkandidaten zu erzeugen.

In der Untersuchung waren 97 Prozent der vom quantenunterstützten Modell erzeugten Moleküle chemisch gültig. Beim vergleichbaren Modell ohne Quantencomputer waren es 73 Prozent. Auch beim sogenannten „Drug-likeness“-Wert schnitt das Quantenmodell deutlich besser ab.

D-Wave Quantum-Aktie: Quantencomputer als Ergänzung für KI-Systeme

Für D-Wave ist das Ergebnis deshalb interessant, weil es über die reine Wirkstoffsuche hinausweisen könnte. Der Quantencomputer übernimmt dabei vereinfacht gesagt die Aufgabe, aus einer sehr großen Zahl möglicher Varianten besonders passende Lösungen auszuwählen.

Wichtig ist, dass es sich hier um eine wissenschaftliche Studie und noch nicht um den Beweis eines breit einsetzbaren kommerziellen Vorteils handelt. Trotzdem zeigt die Untersuchung einen konkreten Anwendungsfall, bei dem Quantencomputing nicht die klassische KI ersetzt, sondern sie ergänzt. Damit könnte sich für D-Wave langfristig ein interessanter Markt eröffnen.

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