D-Wave Quantum befindet sich aktuell in einer stärkeren Korrektur und steht kurz vor einer wichtigen Unterstützungszone. Die gemischten Zahlen haben die Bewegung zusätzlich verstärkt und weiter nach unten gedrückt.
Ergebnisse bleiben hinter Erwartungen
In Q4 2025 sind die Bookings auf 13,4 Mio. US-Dollar explodiert, ein Plus von 471 % gegenüber Q3. Der 10-Mio.-US-Dollar-QCaaS-Deal mit einem Fortune-100-Konzern ist strategisch wichtiger als die reine Umsatzzahl, weil er produktive Anwendungen impliziert und nicht nur Pilotprojekte. Hinzu kommt der Verkauf eines Advantage2-Systems für 20 Mio. US-Dollar an die Florida Atlantic University, Installation geplant für 2026. Das unterstreicht die Dual-Strategie aus Systemverkäufen und Quantum-as-a-Service.
Aber genau hier liegt auch das Problem. Das Unternehmen verbrennt weiterhin massiv Cash. Ein Jahresverlust von 355 Mio. US-Dollar steht 2,8 Mio. US-Dollar Umsatz im Q4 gegenüber. Selbst der Adjusted-EBITDA-Verlust von 71,8 Mio. US-Dollar für das Gesamtjahr liegt deutlich über dem Vorjahreswert. Der Markt hat darauf klar reagiert, EPS verfehlt, Umsatz unter Erwartung, die Aktie fällt am Tag nach den Zahlen zweistellig.
Mizuho bleibt dennoch bei „Outperform“ und senkt das Kursziel nur moderat auf 40 US-Dollar. Die Argumentation ist nachvollziehbar. Setzt sich der Bookings-Trend fort und wandeln sich die Großdeals in wiederkehrende Umsätze, könnte 2026 tatsächlich ein Skalierungsjahr werden. Zusätzlich stärkt die Übernahme von Quantum Circuits die Gate-Model-Kompetenz. Strategisch ist das wichtig, um sich nicht ausschließlich auf Annealing zu fokussieren.
Spannend bleibt auch die Government-Schiene. Mit einer eigenen US-Government-Business-Unit und Installationen etwa bei Davidson Technologies positioniert sich D-Wave im Defense- und National-Security-Umfeld. Das kann langfristig stabilere und planbarere Umsätze bringen vorausgesetzt, die Programme materialisieren sich tatsächlich.
D-Wave Quantum-Aktie im Chart-Check
Mit dem unterschreiten der Unterstützungszone zwischen 23 und 24,5 US-Dollar hat der Markt erste Schwäche signalisiert. Durch die weitere Korrektur lässt sich nun von den Hochs eine Abwärtstrendlinie einzeichnen. Diese kann im weiteren Verlauf als Orientierung dienen und Impulse für mögliche Chancen liefern. Auf der Unterseite liegt die nächste Unterstützungszone zwischen 14,4 und 15,5 US-Dollar. Hält dieser Bereich, könnten erneut Käufer in den Markt kommen. Fällt der Kurs jedoch darunter, spricht das für weiteren Verkaufsdruck und anhaltende Schwäche. Das erste Ziel auf der Unterseite läge dann bei rund 11 US-Dollar. Darunter rückt die Zone um 6 US-Dollar in den Fokus. Hier die Aktie im Tageschart.
Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/FMUKuBUO/
Da sich unter dem aktuellen Kurs eine Unterstützungszone befindet, kann sich hier eine Kauf-Chance ergeben. Voraussetzung ist jedoch, dass die Käufer klar reagieren und Stärke zeigen. Bleibt diese Reaktion aus und der Markt bricht durch, entsteht ein Short-Signal.
In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man positioniert sich direkt beim Durchbruch und setzt auf Momentum. Oder man wartet einen Rücklauf an die gebrochene Zone ab und geht erst bei erneuter Abweisung in die Short-Position.
Ihr Konrad
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