Die USA wollen unter Donald Trump das Quantencomputing mit zwei Milliarden US-Dollar fördern. Das Geld soll an neun Unternehmen fließen, im Gegenzug sichert sich die Regierung Beteiligungen an den Firmen, wie am Donnerstag bekannt wurde. Auch D-Wave Quantum profitiert: Im Rahmen de „CHIPS and Science Act“ bekommt das Unternehmen 100 Millionen US-Dollar. Die Anleger reagierten nach Tagen im Abwärtstrend geradezu euphorisch: Die D-Wave-Aktie hob ab, von 19,30 US-Dollar noch am Mittwoch zum Börsenschluss auf bis auf 31,55 Dollar am Freitag – ein Plus von zwischenzeitlich mehr als 60 Prozent. Und doch ist Vorsicht geboten.
D-Wave Quantum Aktie Chart
D-Wave Quantum arbeite hoch defizitär
Denn nicht allein, dass sich die Aktie des kleinen Unternehmens in den vergangenen Monaten als äußerst volatil erwies. So schwankte der Aktienkurs zwischen 11 und 40 Dollar. Vieles deutet daraufhin, dass die Spitze der Entwicklung bereits erreicht ist: Vom Höchststand am Freitagabend europäischer Zeit ist die D-Wave-Aktie vor den Feiertagen wieder deutlich gefallen, um fast sieben Prozent auf 29,40 Dollar. Nachbörslich ging es noch weiter zurück auf 28,74 Dollar.
- Und klar: 100 Millionen Dollar klingen zunächst nach viel, relativieren sich aber beim Blick auf die Geschäftszahlen
- D-Wave Quantum verbuchte 2025 bei einem Umsatz von 2,75 Millionen US-Dollar einen Verlust von 325 Millionen Dollar
Mit den Staatsmillionen werden somit allenfalls die Verluste aus wenigen Monaten ausgeglichen. Ob das hoch defizitäre jemals profitabel wird, ist keinesfalls ausgemacht.
Staat wird Anteilseigner an D-Wave
Zudem: Im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der endgültigen Fördervereinbarungen wird D-Wave Stammaktien im Wert von 100 Millionen US-Dollar an das US-Handelsministerium ausgeben. Damit wird der Staat Anteilseigner am Unternehmen. Für die anderen Geförderten, darunter IBM, Rigetti Computing und Quantinuum, gilt Entsprechendes. Bestandsaktionäre müssen sich somit auf eine Verwässerung ihrer Anteile einstellen.
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