Am Mittwochvormittag zeigte sich die D-Wave Quantum-Aktie im deutschen Handel mit +2,0% auf 19,44 Euro wieder freundlicher, nachdem der Titel am Dienstag spürbare Rücksetzer hingenommen hatte (Stand: 13.05.2026, 8:15 Uhr, Tradegate).
Hintergrund der Kursverluste vom Dienstag war das neue Zahlenwerk des Unternehmens, das an der Börse offenbar weniger gut ankam. So konnte D-Wave im ersten Quartal 2026 zwar Rekordbuchungen verzeichnen, musste jedoch auch einen massiven Umsatzrückgang sowie ein weiterhin tiefrotes Ergebnis einräumen.
D-Wave Quantum-Aktie: Umsatz bricht um 81 % ein
Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 % auf 2,9 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte allerdings ein einmaliger Systemverkauf in Höhe von 12,6 Millionen Dollar den Erlös künstlich aufgebläht. Dennoch reagierten Anleger am Dienstag enttäuscht: Die Aktie verlor nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich an Wert.
Der Nettoverlust stieg auf 18,4 Millionen Dollar, verglichen mit 5,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte operative Verlust (Adjusted EBITDA) weitete sich auf 32,8 Millionen Dollar aus – mehr als das Fünffache des Vorjahreswerts.
D-Wave Quantum-Aktie: Rekordbuchungen als Hoffnungssignal
Positiver fällt die Auftragslage aus. Die Buchungen – also fest bestellte, aber noch nicht als Umsatz erfasste Aufträge – stiegen im Quartalsvergleich um gigantische rund 2.000 % auf 33,4 Millionen Dollar. Darunter befindet sich ein 20-Millionen-Dollar-Systemkauf der Florida Atlantic University sowie ein zweijähriger Servicevertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen.
Die liquiden Mittel lagen zum Quartalsende bei 588 Millionen Dollar – ein Plus von 93 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
D-Wave Quantum-Aktie: Übernahme soll Technologieführerschaft sichern
Ein strategischer Meilenstein war die Übernahme von Quantum Circuits, einem Spezialisten für fehlerkorrigierte Quantenprozessoren. D-Wave will bis Ende 2028 ein System mit rund 175 physischen Quantenbits und bis Ende 2032 eines mit 100 logischen Quantenbits liefern – eine Schwelle, die als wichtiger Schritt zur echten Rechenüberlegenheit gegenüber klassischen Computern gilt.
Zur Einordnung: Für D-Wave ist die Lage typisch für ein Unternehmen in einer frühen Marktphase: Die Technologie gewinnt an Glaubwürdigkeit, doch die Umwandlung von Aufträgen in Umsatz dauert. D-Wave ist eines der wenigen börsennotierten Unternehmen, das kommerzielle Quantencomputer sowohl für wissenschaftliche als auch für industrielle Anwendungen anbietet – und gilt als Pionier der sogenannten Quantenoptimierung, bei der komplexe Planungs- und Logistikprobleme schneller gelöst werden als mit herkömmlichen Rechnern.
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