D-Wave Quantum-Aktie: Ein übermächtiger Gegner?

Die Aktie von D-Wave Quantum hat mehr als zwei Drittel ihres Werts verloren. Hat der Quantencomputer-Spezialist überhaupt eine Chance gegen Gigant Microsoft?

Auf einen Blick:
  • D-Wave-Aktie verliert binnen eines Monats 35 Prozent
  • Microsoft kombiniert Quantencomputing mit Azure
  • Topological-Technologie soll stabilere Qubits ermöglichen
  • Hat der Newcomer gegen den Giganten eine Chance?

Die Aktie von D-Wave Quantum stabilisiert sich aktuell bei rund 10,40 Euro. Das allerdings kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Papiere des Quantencomputer-Herstellers nahe am Tiefpunkt von 10,13 Euro vom 15. Oktober notiert. Damit hat die D-Wave-Aktie binnen eines Monats nicht wneiger als 35 Prozent an Wert eingebüßt. Seit ihrem Hoch im November 2025 bei einem Kurs von knapp 33 Euro hat sie mehr als zwei Drittel abgegeben. Und an die Misere könnte von Dauer sein.

D-Wave hat in Microsoft gewaltige Konkurrenz

Denn im Wettrennen um die Zukunft könnte es einen überraschenden Sieger geben, glaubt man bei The Globe and Mail, einer überregionalen, kanadischen Tageszeitung. Und der heißt nicht D-Wave: Microsoft könnte sich als aussichtsreichste Aktie im Bereich Quantencomputing erweisen, heißt es. Während die Aktien spezialisierter Anbieter wie IonQ, Rigetti und D-Wave seit Jahresbeginn drastisch gefallen seien, legte Microsoft mit einen anderen Ansatz zu: Das Unternehmen verbindet Quantencomputing mit seinem etablierten Cloud-Geschäft.

Microsoft habe mit dem Topconductor einen topologischen Supraleiter entwickelt, der stabilere Qubits ermöglichen soll. Zusammen mit der eigenen Majorana-Chiparchitektur verfolge das Unternehmen das Ziel, bis zu eine Million Qubits auf einem Chip zu realisieren. „Die zweite Generation der Architektur soll laut Microsoft die Qubit-Stabilität um den Faktor 1.000 verbessern.“

  • Und die Technologie ist nicht mehr nur theoretisch: Über Azure Quantum stelle Microsoft Forschern bereits Quantencomputing-Kapazitäten zur Verfügung
  • Ein entscheidender Vorteil gegenüber reinen Quantencomputing-Unternehmen sei Microsofts finanzielle Stärke, während D-Wave defizitär arbeitet

D-Wave Quantum gegen Branchenschwergewicht

Azure erzielte im Geschäftsjahr 2026 demnach einen annualisierten Umsatz von 100 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig erwirtschaftete Microsoft im vierten Quartal einen freien Cashflow von 19,6 Milliarden US-Dollar. Damit könne der Konzern weitere Investitionen in Quantencomputing finanzieren, „ohne sich ausschließlich auf den Erfolg dieser Technologie verlassen zu müssen“. Bei D-Wave ist das anders. Ob sich das kleine Unternehmen jemals gegen ein solches Schwergewicht wird durchsetzen können, ist mehr als fraglich.

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