D-Wave Quantum verlor gestern im Sog eines breiteren Technologieausverkaufs 13%. Medienberichten zufolge griff der Verkaufsdruck von Halbleiteraktien auf Quantencomputing-Werte über; eine unternehmensspezifische Nachricht stand demnach nicht hinter dem Rückgang. Die Aktie schloss bei 8,05 €.
Analysten senken Ziele, behalten Kaufurteile
Wedbush senkte am Mittwoch das Kursziel für D-Wave Quantum von 37 $ auf 30 $. Das Analysehaus behielt die Einstufung „Outperform“ bei und verband das niedrigere Ziel damit nicht mit einer Herabstufung seines Anlageurteils.
Bereits am Montag hatte B. Riley Securities das Kursziel von 40 $ auf 27 $ reduziert. Die Kaufempfehlung blieb dabei bestehen. Beide Häuser nahmen damit ihre Zielmarken zurück, ohne ihre positiven Einstufungen aufzugeben.
Produktfortschritte und Kooperationen als Hintergrund
D-Wave kündigte am Mittwoch Verbesserungen seines hybriden Stride-Lösers an. Nach Unternehmensangaben fand die überarbeitete Version in Vergleichstests innerhalb von 15 Sekunden bessere Lösungen als die Vorgängerversion innerhalb von 120 Sekunden. Außerdem startete D-Wave einen Lernpfad zur angewandten Quantenoptimierung, der drei Kurse umfasst.
In der vergangenen Woche kündigten D-Wave und LG CNS eine strategische Zusammenarbeit an, die auf einer unverbindlichen Absichtserklärung beruht. Sie soll die Einführung von Quantenoptimierung in Südkorea voranbringen.
D-Wave verlängerte außerdem die Fertigungszusammenarbeit mit SkyWater Technology durch eine mehrjährige Vereinbarung. Diese unterstützt den Entwicklungsplan des Unternehmens für seine supraleitende Technologie.
Als nächster bestätigter Berichtstermin steht der 10. November 2026 an: D-Wave hat angekündigt, vor Handelsbeginn seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 zu veröffentlichen. Die Ankündigung dazu erfolgte in der vergangenen Woche.
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