D-Wave Quantum-Aktie: So schlimm ist das doch gar nicht!

Der Rücktritt von D-Wave-CFO John Markovich führt zu einem Kursverlust von über 8 Prozent. Die Übergabe an Greg Golkov verläuft geordnet.

Auf einen Blick:
  • Finanzchef Markovich geht in Rente
  • Kursverlust von über acht Prozent
  • Golkov übernimmt Finanzressort interimistisch
  • Unternehmen meldet starke Auftragseingänge

Die D-Wave Quantum-Aktie hat in den letzten zwei Wochen deutlich Federn lassen müssen. Allein am Mittwoch krachte der Quanten-Titel um mehr als 8 % ein (Stand: 27.08.2026, 9:45 Uhr). Grund hierfür ist wohl eine Personalie.

D-Wave Quantum-Aktie: CFO Markovich geht

So steht bei D-Wave ein Wechsel an der Finanzspitze bevor. John Markovich, der seit rund fünf Jahren als Finanzchef des Quantencomputing-Unternehmens tätig ist, geht in den Ruhestand und wird seine Position zum 2. September 2026 aufgeben. D-Wave betont, dass sein Rücktritt nicht mit Meinungsverschiedenheiten über das Geschäft, die Bilanzierung oder die Finanzberichte des Unternehmens zusammenhängt.

Markovich war für D-Wave in einer wichtigen Phase tätig. Er begleitete unter anderem den Börsengang des Unternehmens im Jahr 2022 und half dabei, mehr als 900 Millionen US-Dollar Kapital aufzunehmen. Nach Angaben von D-Wave trug er außerdem dazu bei, die finanzielle Entwicklung des Unternehmens zu verbessern und einen Weg zur Profitabilität zu entwickeln.

D-Wave Quantum-Aktie: Greg Golkov übernimmt vorerst

Die Aufgaben des Finanzchefs übernimmt zunächst Greg Golkov, der seit Mai 2023 als Senior Vice President Finance bei D-Wave arbeitet. Er ist bereits für Bereiche wie Rechnungswesen, Finanzberichte, Finanzplanung, Treasury und Steuern verantwortlich und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Finanzbereich von Technologieunternehmen.

Für Anleger kommt der Wechsel zu einem interessanten Zeitpunkt. D-Wave versucht derzeit, Quantencomputer zunehmend für konkrete Anwendungen in Unternehmen einzusetzen. Zuletzt meldete das Unternehmen unter anderem eine zweite produktive Anwendung seiner Technologie beim japanischen Telekommunikationskonzern NTT DOCOMO. Zudem arbeitet D-Wave an der Weiterentwicklung seiner Systeme für sogenannte Gate-Model-Quantencomputer.

D-Wave Quantum-Aktie: Aufträge kommen rein

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen indes, dass das Unternehmen beachtliche Auftragseingänge verzeichnet. Beim Umsatz jedoch enttäuschte D-Wave die Börse. Es bleibt also entscheidend, ob das Unternehmen seinen technologischen Fortschritt in steigende Umsätze und langfristig profitable Geschäfte umwandeln kann.

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