D-Wave Quantum-Aktie: Paukenschlag!

Die Aktie von D-Wave Quantum hat nach gutem Jahresstart wieder abgegeben. Ein spektakulärer Deal blieb an der Börse ohne Wirkung.

Auf einen Blick:
  • Die D-Wave-Aktie hat seit Mittwoch wieder deutlich an Wert eingebüßt
  • Dabei hatte man just an jenem Tag einen spektakulären Deal vermeldet
  • Der Entwickler von Quantencomputern übernimmt Quantum Circuits
  • Analysten mit hohem Kursziel trotz 400 Prozent Jahresplus

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Start ins neue Börsenjahr war der Aktie von D-Wave Quantum wahrlich gelungen. Von 26,15 US-Dollar noch am letzten Handelstag im Dezember in New York, waren die Papiere des Entwicklers von Quantencomputern am Mittwoch bis auf 32,15 Dollar gestiegen. Seitdem allerdings hat die D-Wave-Aktie wieder ordentlich abgegeben, notiert aktuell noch bei einem Kurs von 29,28 Dollar. Dabei hat das Unternehmen das Jahr operativ mit einem Paukenschlag begonnen.

D-Wave Quantum übernimmt Quantum Circuits

Denn der nach eigenen Angaben weltweit erste kommerzielle Anbieter von Quantencomputern hat mit Quantum Circuits Inc. („Quantum Circuits“), ein führender Entwickler von fehlerkorrigierenden, supraleitenden Gate-Modell-Quantencomputersystemen, in dieser Woche den Abschluss einer Fusionsvereinbarung bekanntgegeben. Gemäß dieser Vereinbarung wird D-Wave Quantum Circuits für einen Kaufpreis von 550 Millionen US-Dollar übernehmen, der sich

  • aus 300 Millionen US-Dollar in D-Wave-Stammaktien
  • sowie 250 Millionen US-Dollar in bar zusammensetzt

Entwicklung soll sich beschleunigen

„Durch den Zusammenschluss des weltweit führenden Unternehmens für Annealing-Quantencomputing mit dem weltweit führenden Entwickler von fehlerkorrigierender Gate-Modell-Technologie wird D-Wave die Entwicklung eines skalierten, fehlerkorrigierenden Gate-Modell-Quantencomputers deutlich beschleunigen und diesen parallel zu seinen kommerziellen Annealing-Quantensystemen anbieten“, heißt es in der Mitteilung.

Durch die Übernahme vereine D-Wave seine umfassende Expertise in der skalierbaren Steuerung supraleitender Prozessoren sowie seine produktionsreife, hochverfügbare Quanten-Cloud-Plattform mit Quantum Circuits‘ führendem Ansatz in der Gate-Modell-Technologie.

D-Wave will alle anderen überflügeln

Die Kombination dieser beiden Technologien soll demnach eine beschleunigte Markteinführung von Gate-Modell-Produkten ermöglichen. Das erste Ergebnis des beschleunigten Entwicklungsplans soll ein erstes Dual-Rail-System sein, dessen allgemeine Verfügbarkeit für 2026 geplant ist. „Mit dieser Übernahme hat D-Wave seine Position als weltweit führender Anbieter  supraleitender Quantencomputer endgültig gefestigt“, sagte Alan Baratz, CEO von D-Wave. „Gemeinsam mit Quantum Circuits wird D-Wave die Branche voraussichtlich überflügeln und 2026 Gate-Modell-Produkte und -Dienstleistungen auf den Markt bringen“.

An der Börse allerdings hat das nicht so recht gezündet. Zwar noch deutlich über dem Kursstand von Ende des vergangenen Jahres, bewegt sich die D-Wave-Aktie aktuell ungefähr auf dem Niveau von vor einem Monat. Aufs Jahre gesehen allerdings steht bei den Papieren noch immer ein unfassbares Plus von mehr als 400 Prozent.

Kaufempfehlungen für D-Wave-Aktie

Ob dieser Preis für die Anteilscheine gerechtfertigt ist, dabei gehen die Meinungen auseinander. Die einen sehen im Quantencomputing das nächste große Ding nach der KI. Die anderen vermissen ein skalierbares Konzept für die Supercomputer, das sich gewinnbringend umsetzen ließe. Auch D-Wave ist weit davon entfernt, profotabel zu arbeiten.

Nichtsdestotrotz hatten Jefferies und Wedbush Securities im Dezember die D-Wave-Aktie in die Bewertung aufgenommen, mit durchaus ambitionierten Kurszielen

  • Während Wedbush einen fairen Wert für die Anteilscheine von 35 US-Dollar sieht
  • glaubt Jefferies an einen mittelfristigen Aufstieg der Aktie auf sogar 45 Dollar

Jefferies ist vom Quantencomputing offenbar genauso überzeugt wie vom Unternehmen, spricht laut Medienberichten von einem „Investmentthema, das eine ganze Generation prägen könnte“.

Wachsende Konkurrenz für D-Wave Quantum

In der Tat können Quantencomputer mathematische Probleme viel schneller lösen als konventionelle Rechner, beispielsweise beim Verschlüsseln von Daten, in der Materialforschung oder beim maschinellen Lernen für KI-Anwendungen. Die Technologie gilt mittelfristig auch als energieeffizienter, steht trotz großer Fortschritte aber nach wie vor am Anfang. Und ob D-Wave sich erfolgreich gegen die wachsende Konkurrenz wird durchsetzen können, ist alles andere als ausgemacht. Trotz des aktuellen Deals.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 10. Januar liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)