Die D-Wave Quantum-Aktie erlebte am gestrigen Dienstag einen heftigen Kurssturz von neun Prozent und gab dabei wieder alle Kursgewinne vom Montag ab. Was steckt hinter dem Einbruch des kanadischen Quantencomputerherstellers?
Frisches Geld muss her
Der Grund für den heftigen Abverkauf der Aktien des kanadischen Quantencomputerunternehmens lag in einer Unternehmensmeldung, die bei Anlegern die Angst vor einer massiven Verwässerung ihrer Anteile geschürt hat. D-Wave Quantum hat offiziell Pläne für ein sogenanntes At-the-Market Offering im Volumen von bis zu 45 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Das bedeutet, dass das Unternehmen in den kommenden Wochen und Monaten flexibel neue Aktien direkt über den Markt ausgeben kann, um frisches Kapital einzusammeln.
D-Wave betonte, dass die Erlöse für die Weiterentwicklung der neuen Advantage2-Quantenplattform, den Ausbau des kommerziellen Vertriebs und als allgemeines Betriebskapital verwendet werden sollen.
Obwohl das Geld in die Zukunft des Unternehmens fließt, bedeutet die Ausgabe neuer Aktien immer, dass die Anteile der bestehenden Aktionäre verwässert werden. Da D-Wave als Wachstumsunternehmen in einer High-Tech-Branche nach wie vor Verluste schreibt, reagiert die Börse extrem empfindlich, wenn sich ein Konzern frisches Geld von den Aktionären holen muss.
Keine Panik
Trotz des gestrigen Kurseinbruchs müssen Anleger nicht in Panik verfallen. Die D-Wave Quantum-Aktie hat sich in den letzten Wochen sehr stark an der Börse entwickelt. Seit ihrem 12-Monatstief Ende März hat sie ihren Wert nahezu verdoppelt.
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