D-Wave Quantum erhält als große Nachricht der vergangenen Sitzungen staatliche Unterstützung in einer Größenordnung, die für das Unternehmen erheblich ist. Ein 100-Millionen-Dollar-Deal mit dem US-Handelsministerium und staatliche Beteiligungsrechte haben dem Quantencomputing-Spezialisten neue Aufmerksamkeit verschafft.
Die Aktie bleibt trotzdem extrem volatil. Am Freitag noch ging es um -0,94 % abwärts, nachdem die Notierungen mit 15,28 Euro jedoch noch immer im Plus liegen (bezogen auf die gesamte Woche), sind Gewinnmitnahmen nicht ungewöhnlich. Aber: Generell ist die Stimmung dennoch relativ angeschlagen.
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Quantencomputing: Niemand ist so richtig sicher
Der eigentliche Investmentcase liegt im erwarteten Wachstum des Quantencomputing-Marktes. Branchenprognosen gehen davon aus, dass sich das Marktvolumen bis 2035 vervielfachen könnte. D-Wave setzt dabei anders als manche Wettbewerber bereits stark auf sogenannte Quantum-Annealing-Systeme für Optimierungsprobleme.
Die staatliche Förderung besitzt deshalb eine doppelte Bedeutung. Sie liefert Kapital und signalisiert zugleich, dass Washington Quantentechnologie als strategisch relevant betrachtet. Ähnlich wie bei Halbleitern könnte daraus ein langfristiger Förderzyklus entstehen.
Für Anleger bleibt das Risiko hoch. Die Bewertungen vieler Quantenaktien basieren zu einem erheblichen Teil auf Umsätzen, die erst in Zukunft entstehen sollen. Selbst ein Markt, der sich vervielfacht, garantiert nicht, dass jedes heutige Unternehmen dauerhaft hohe Margen erzielt.
Der 100-Millionen-Dollar-Deal verschafft D-Wave jedoch zusätzlichen finanziellen und politischen Rückhalt. In einer kapitalintensiven Technologiebranche kann das einen wesentlichen Unterschied machen.
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