D-Wave Quantum-Aktie: Ist das der Durchbruch?

NTT DOCOMO integriert zweite D-Wave-Anwendung in den Live-Betrieb. Die Quantenoptimierung reduziert Netzsignale in Spitzenzeiten um 65,3 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Zweite produktive Anwendung bei DOCOMO
  • Netzsignale in Spitzenzeiten um 65,3% reduziert
  • Quanten-Annealing optimiert Funkzellen-Planung
  • Messbare Verbesserungen im laufenden Betrieb

D-Wave Quantum macht einen weiteren Schritt bei der praktischen Nutzung von Quantencomputing: So setzt der japanische Mobilfunkkonzern NTT DOCOMO inzwischen eine zweite Anwendung von D-Wave im laufenden Netzbetrieb ein. Damit geht es nicht mehr nur um Tests oder Forschungsprojekte, sondern um eine Technologie, die tatsächlich im täglichen Betrieb verwendet wird.

D-Wave Quantum-Aktie: Quantencomputer optimieren Mobilfunknetz

Die neue Anwendung soll dabei helfen, die geografische Aufteilung des Mobilfunknetzes besser zu planen. Vereinfacht gesagt muss DOCOMO entscheiden, welche Funkzellen zu welchen Gebieten zusammengefasst werden. Dabei gibt es einen Zielkonflikt: Werden die Gebiete zu klein, müssen sich Smartphones häufiger beim Netz melden. Werden sie zu groß, steigt die Zahl anderer Signale, die das Netz verarbeiten muss.

Genau diese Kombination vieler miteinander verbundener Möglichkeiten eignet sich für Optimierungsverfahren. D-Wave nutzt dafür seine Quanten-Annealing-Technologie in Verbindung mit klassischen Computern. Bei einem Beispiel mit 333 Basisstationen, drei Gebietslisten und neun Bereichen dauerte die Berechnung laut Unternehmen rund fünf Minuten. Die Ergebnisse fließen anschließend direkt in die Netzplanung und den laufenden Betrieb von DOCOMO ein.

Das Ergebnis ist bemerkenswert: Die Zahl der sogenannten Standort-Registrierungssignale konnte zu Spitzenzeiten um 65,3 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig gingen sogenannte Paging-Signale um 7 Prozent zurück. Dadurch wird das Mobilfunknetz weniger belastet und kann seine vorhandenen Kapazitäten effizienter nutzen.

D-Wave Quantum-Aktie: Vom Pilotprojekt zum wiederholbaren Geschäft

Hier handelt es sich bereits um die zweite produktive Anwendung bei DOCOMO. Die erste Anwendung konzentrierte sich auf die Verringerung von Paging-Signalen innerhalb einzelner Gebiete. Nun wird die Technologie auf eine größere und komplexere Aufgabe ausgeweitet.

Für Anleger ist das ein wichtiger Punkt: D-Wave muss nicht nur zeigen, dass Quantencomputer technisch funktionieren, sondern dass Kunden damit messbare Einsparungen oder Verbesserungen im laufenden Betrieb erzielen können. Genau dafür liefert die DOCOMO-Kooperation ein konkretes Beispiel.

Sollte sich dieser Ansatz auf weitere Aufgaben und andere Telekommunikationsunternehmen übertragen lassen, könnte daraus ein interessanter Markt für D-Wave entstehen.

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