D-Wave Quantum-Aktie: Irre Dimensionen!

Die Aktie von D-Wave Quantum verliert nach ihrem Kurssprung mehr und mehr an Wert. Damit war beim Quantencomputer-Spezialisten allerdings zu rechnen.

Auf einen Blick:
  • D-Wave Quantum hatte zuletzt an der Börse von einer 100 Millionen-Förderung profitiert
  • Die Aktie hat nach ihrem Kurssprung um gut 60 Prozent aber wieder 13 Prozent abgegeben
  • Die Gefahr einer weiteren Korrektur ist real, der Börsenwert auch jetzt noch völlig irrational
  • Ob sich D-Wave langfristig gegen Rigetti oder gar IBM durchsetzen kann, ist ungewiss

„Vorsicht geboten“ – so war an dieser Stelle ein Artikel vom frühen Dienstagmorgen betitelt, der den davor erfolgten Kurssprung der Aktie von D-Wave Quantum zum Thema hatte. Es war als Warnung zu verstehen, hatten sich die Papiere des Quantencomputer-Spezialisten vor den Feiertagen doch bereits wieder im Rückwärtsgang befunden. Und was soll man sagen? Genauso kam es: 31,55 US-Dollar standen am Freitag bei der D-Wave-Aktie zeitweilig auf dem Kurszettel nach einem Sprung um mehr als 60 Prozent, am Mittwoch nach Börsenschluss waren es nur noch 27,48 Dollar. Und selbst nach einem 13-Prozenmt-Abschlag bewegt sich das Papier in irren Dimensionen.

D-Wave Quantum Aktie Chart

100 Millionen Dollar Förderung für D-Wave Quantum

Was war davor passiert? D-Wave Quantum soll im Rahmen des „CHIPS and Science Act“ mit 100 Millionen US-Dollar von der US-Regierung gefördert werden. Im Gegenzug sichert sich der Staat Unternehmensanteile in Form von Aktien in identischem Wert. Die Krux nur: D-Wave verbuchte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 2,75 Millionen US-Dollar einen Verlust von 325 Millionen Dollar. Die Finanzspritze wird also nicht allzu lange vorhalten. Zudem ist die relativ kleine Firma mit einer Phantasiesumme bewertet.

  • Trotz des aktuellen Rücksetzers kommt D-Wave laut Onvista auf einen aktuellen Börsenwert von mehr als 10 Milliarden Dollar
  • Um dies zu rechtfertigen, müsste sich das Unternehmen zum Big Player im Quantencomputing entwickeln, was mehr als fraglich ist

D-Wave gegen Rigetti und Quantiniuum – und IBM

Denn D-Wave steht in Konkurrenz zu zahlreichen Anbietern wie Rigetti Computing und Quantinuum – sowie echten Schwergewichten. So will etwa IBM bis 2029 seinen Quantencomputer „Starling“ fertigstellen, der mithilfe eines neuen technologischen Ansatzes erstmals praktische Probleme lösen soll. Und der Großkonzern ist diesem Schritt durch die US-Förderung einen gewaltigen Schritt nähergekommen. IBM erhält alleine eine Milliarde Dollar, um eine Spezialfabrik für Quantenchips aufzubauen. Es ist das Zehnfache der Fördersumme von D-Wave.

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