D-Wave Quantum-Aktie: Alles ganz anders!

Nach einem wöchentlichen Kursplus von 62 Prozent setzen Anleger bei D-Wave Quantum auf Kasse. Ein Förderdeal mit den USA befeuert die Spekulation.

Auf einen Blick:
  • Kursrückgang von 2,9 Prozent
  • Wöchentlicher Gewinn von 62 Prozent
  • Förderzusage über 100 Millionen Dollar
  • Markt setzt auf zukünftiges Wachstum

Die D-Wave Quantum ist mit einem deutlichen Abschlag in Höhe von 2,9 % Verlust in den Tag gestartet. 25,02 Euro stehen dennoch unter dem Strich für die Aktie am Markt.

Die Notierungen waren innerhalb einer Woche um quasi sensationelle 61,94 % nach oben gelaufen. Insofern sind Gewinnmitnahmen am heutigen Dienstag sicherlich keine Überraschung. Es wird eher infrage zu stellen sein, ob der massive Kursgewinn der vergangenen Woche auch nur annähernd aufrechterhalten werden kann.

D-Wave Quantum: Nur Gewinnmitnahmen?

Den größten Gewinn hatte die Aktie am Donnerstag der vergangenen Woche verzeichnet: 35,8 % standen auf der Habenseite. Die Notierungen sind ausgesprochen deutlich in den Aufwärtstrend zurückgekehrt.

Entscheidend dafür war ganz offensichtlich der Umstand, dass vor allem die Regierung in den USA massiv Hoffnungen geweckt hatte. Das Unternehmen hat mit dem US-Handelsministerium vereinbart und unterzeichnet, dass es Fördermittel in Höhe von 100 Millionen US-Dollar geben solle.

Dies ist zwar lediglich eine Absichtserklärung gewesen, sie zielt aber darauf ab, die technologische Vorherrschaft der USA im Bereich des sogenannten Quantencomputing auszubauen, wie es heißt.

Der Deal beinhaltete unter anderem, dass die US-Regierung auch eine Eigenkapitalbeteiligung am Unternehmen erhalten würde. Damit streben beide Seiten an, die D-Wave-Quantum-Systeme sowohl in den USA als auch in Kanada in der Entwicklung derart anzuschieben, dass die technologischen Erträge deutlich schneller anfallen.

Das Unternehmen hat also konkret davon profitiert, dass der Markt darauf setzt, Geld würde helfen, um technisch voranzukommen. De facto, das heißt aus wirtschaftlicher Sicht, wird das Unternehmen im laufenden Jahr lediglich auf 42 Millionen Dollar Umsatz kommen. Minus 133 Millionen Dollar Nettoergebnis stehen allerdings unter dem Strich.

Das bedeutet, der Markt wettet hier auf Wachstum durch diesen neuen Deal, wobei die tatsächliche Entwicklung wirtschaftlich kaum zu kalkulieren ist. Und dennoch ist die Aktie damit zunächst im massiven Aufwärtstrend. Kritiker werden befürchten, dass die Aktienmärkte massiv übertrieben haben, da das Geschäft dennoch stocken wird. Analysten werden die Entwicklung nicht so schnell neu kalkulieren können, sodass die Bewertung auf sicheren, wirtschaftlich fundierten Füßen steht. Trader haben hier offensichtlich die Oberhand gewonnen. Und damit aber auch die Spekulation!

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