Ein Quartalsbericht mit zwei Gesichtern: D-Wave Quantum meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatzeinbruch von rund 81 Prozent. Gleichzeitig brach das Unternehmen seinen eigenen Buchungsrekord. Wall Street rätselt, was das bedeutet.
Einmaleffekt verzerrt das Bild
Der Umsatz fiel auf 2,86 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte ein einmaliger Systemverkauf für rund 13 Millionen Dollar gesorgt — dieser Vergleichseffekt erklärt den dramatisch wirkenden Rückgang. Bereinigt um diesen Sonderposten sieht das Bild weniger düster aus.
Das zeigt sich auch beim Verlust je Aktie. D-Wave verbuchte ein bereinigtes Minus von 0,05 Dollar — besser als die Konsenserwartung von 0,08 bis 0,10 Dollar.
Bookings als eigentliche Schlagzeile
Die Buchungen sprangen auf 33,4 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg von knapp 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sequenziell legte der Wert um 149 Prozent zu.
Das Quantum-Computing-as-a-Service-Segment wuchs um 15 Prozent auf 1,8 Millionen Dollar. Dieser Bereich soll künftig für wiederkehrende Einnahmen sorgen — ein wichtiger Baustein für die Skalierung.
Das Management kündigte außerdem an, den Rhythmus bei Systemverkäufen zu erhöhen. Statt bisher einem Abschluss pro Jahr plant D-Wave künftig zwei bis drei Verkäufe jährlich. Analysten beschreiben den Fahrplan für die Gate-Modell-Technologie des Unternehmens als „greifbar“.
Kurs unter Druck, Analysten bleiben optimistisch
Am Tag der Veröffentlichung fiel die Aktie um rund 7 Prozent. Der Markt reagierte skeptisch auf den Umsatzrückgang — trotz der starken Buchungszahlen. Aktuell notiert das Papier bei 18,04 Euro und liegt damit rund 25 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 20 Euro.
Canaccord Genuity senkte das Kursziel leicht auf 41 Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei. Die Bookings seien ein Zeichen wachsender kommerzieller Zugkraft, so die Begründung. Der Konsens von 13 Analysten lautet „Strong Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 40,67 Dollar.
Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren: Das Unternehmen verbuchte für die zwölf Monate bis Ende 2025 einen Nettoverlust von 355 Millionen Dollar. Der Druck, Buchungen in echte Umsätze zu verwandeln, wächst.
Am 1. Juni veranstaltet D-Wave seinen ersten Investor Day an der New Yorker Börse. Dort dürfte das Management erklären müssen, wie und wann die Rekord-Bookings in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ankommen.
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