D-Wave: 2,013 Milliarden für neun Quantenfirmen

US-Regierung plant 100 Millionen Dollar Förderung für D-Wave. Aktie steigt um 13 Prozent, Analysten sehen weiteres Potenzial.

Auf einen Blick:
  • Kurssprung von 13 Prozent am Freitag
  • US-Förderung von bis zu 100 Millionen Dollar
  • Bookings steigen um 2000 Prozent
  • Investor Day am 1. Juni geplant

D-Wave Quantum bekommt Rückenwind aus Washington. Ein vorläufiger Förderplan der US-Regierung hat die Aktie zum Wochenschluss kräftig angeschoben und die Debatte um Quantencomputer neu befeuert. Der Kern ist klar: Der Staat will Tempo beim Ausbau der Technologie machen, könnte dafür aber auch direkt Aktionär werden.

Die Aktie sprang am Freitag um 13,10 Prozent auf 25,04 Euro; auf Wochensicht steht ein Plus von 42,96 Prozent. Der Kurs liegt damit weit über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch deutlich unter dem Hoch aus dem vergangenen Jahr.

Washington setzt auf Quanten-Skalierung

Das US-Handelsministerium hat mit D-Wave Quantum eine unverbindliche Absichtserklärung über Fördermittel von bis zu 100 Millionen Dollar unter dem CHIPS and Science Act unterzeichnet. Das Geld soll den Ausbau von Quantensystemen an Standorten in Boca Raton, New Haven und Burnaby beschleunigen.

Technisch ist der Plan ambitioniert. D-Wave arbeitet an Annealing-Systemen mit 100.000 Qubits sowie Gate-Model-Systemen mit 10.000 Qubits. Damit adressiert das Unternehmen zwei unterschiedliche Ansätze im Quantencomputing, was dem Projekt politische und industrielle Relevanz verleiht.

Die Vereinbarung ist Teil eines breiteren US-Förderpakets über 2,013 Milliarden Dollar für neun Quantenfirmen. IBM soll davon eine Milliarde Dollar für eine eigene Quantenchip-Fabrik erhalten, GlobalFoundries ist mit 375 Millionen Dollar vorgesehen.

Der politische Rückenwind hat allerdings einen Preis. Als Bedingung der Förderung sind Minderheitsbeteiligungen des US-Staats an den Empfängerunternehmen vorgesehen. D-Wave soll bei endgültigem Abschluss Aktien an die Regierung ausgeben.

Umsatz schwach, Aufträge stark

Operativ bleibt das Bild gemischt. Im ersten Quartal meldete D-Wave einen Umsatz von rund 2,9 Millionen Dollar, ein Rückgang um 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoverlust lag bei 18,4 Millionen Dollar.

Positiv fiel aus, dass der Verlust je Aktie mit 0,05 Dollar besser ausfiel als die erwarteten 0,08 Dollar. Noch wichtiger für die Börsenreaktion war aber der Auftragseingang: Die Bookings sprangen um 2.000 Prozent auf 33,4 Millionen Dollar.

Das ist der eigentliche Spannungsbogen. Die verbuchten Umsätze schwanken noch stark, während das kommerzielle Interesse an D-Waves Quantum-Annealing-Technologie sichtbar zunimmt. Institutionelles Interesse bleibt ebenfalls vorhanden: Lisanti Capital Growth LLC meldete zuletzt eine neue Beteiligung im Wert von 1,63 Millionen Dollar.

Verwässerung bleibt der Haken

Der mögliche Einstieg der US-Regierung gibt D-Wave Glaubwürdigkeit und Kapital für die Skalierung. Gleichzeitig rückt die Verwässerung in den Blick, weil neue Aktien Teil der Förderstruktur sein dürften. Kein Wunder, dass die Aktie trotz Kurssprung nicht frei von Skepsis gehandelt wird.

Das durchschnittliche Wall-Street-Kursziel liegt bei 36,55 Dollar, was gemessen am jüngsten US-Schlusskurs einem Potenzial von rund 24 Prozent entspricht. Das Analystenbild ist klar positiv: zwölf Kaufempfehlungen stehen einer Halteempfehlung gegenüber.

Auf der anderen Seite signalisiert ein Short Interest von 14,1 Prozent, dass ein Teil des Marktes weiter auf fundamentale Risiken setzt. Die Kritik zielt vor allem auf die noch kleine Umsatzbasis, die Verluste und die möglichen Effekte staatlich verknüpfter Aktienausgaben.

Am Montag, 25. Mai, bleiben die US-Börsen wegen Memorial Day geschlossen; der Handel startet am Dienstag wieder. Der nächste konkrete Termin folgt am 1. Juni mit dem Investor Day, bei dem D-Wave Details zur CHIPS-Förderung und zum Zeitplan der Systemskalierung liefern will.

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