D-Wave: 100 Millionen Dollar CHIPS-Förderung

Drei Branchentreffen, 100 Mio. Dollar US-Förderung und ein laufender Millionenvertrag beflügeln den Kurs des Quantencomputing-Pioniers.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt 40 Prozent in 30 Tagen
  • Bank-of-America-Konferenz im Fokus
  • 100 Millionen Dollar CHIPS-Förderung erhalten
  • Erste Produktivanwendung bei Fortune-100-Kunden

Drei Konferenzen in drei Tagen, frisches Staatskapital und ein laufender Millionenvertrag — D-Wave Quantum hat gerade viel zu erzählen. Der Kurs reagiert: Am Montag schloss die Aktie bei 22,88 Euro, nach einem Anstieg von knapp 40 Prozent in den vergangenen 30 Tagen.

Bank of America Konferenz als Kurstreiber

Im Mittelpunkt dieser Woche steht die Bank of America Transforming World Conference am Dienstag und Mittwoch. Investoren erwarten dort Neuigkeiten zu D-Waves doppelter Strategie: Das Unternehmen entwickelt parallel seine bewährten Annealing-Systeme und eine neue Gate-Modell-Technologie. Als konkretes Ziel gilt ein 17-Qubit-System, das noch 2026 ausgeliefert werden soll.

Das Interesse ist nicht nur spekulativ. D-Wave hat kürzlich einen Brief über 100 Millionen Dollar Förderung unter dem CHIPS and Science Act unterzeichnet. Das Geld soll supraleitende Quantensysteme voranbringen — konkret die Optimierung dielektrischer Materialien und die Entwicklung hochdichter Gehäuse.

Staatsgelder und erster Produktivbetrieb

Neben der Bundesförderung läuft ein kommerzieller Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern. Das zweijährige QCaaS-Abkommen hat ein Volumen von 10 Millionen Dollar. Bemerkenswert: Der Kunde hat kürzlich seine erste Anwendung in den täglichen Produktivbetrieb überführt. Das ist kein Pilotprojekt mehr.

Am Mittwoch folgt in London die Konferenz „Qubits Europe 2026″. Dort will die Branche konkrete Anwendungsfälle für Unternehmen und Behörden zeigen — mit Blick auf den wachsenden europäischen Markt für Quantenoptimierung.

Technisches Bild bleibt volatil

Die Aktie notiert rund 21 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 18,94 Euro. Vom 52-Wochen-Tief bei 11,12 Euro hat sie sich mehr als verdoppelt. Bis zum Jahreshoch von 38,48 Euro fehlen allerdings noch gut 40 Prozent — ein deutlicher Hinweis darauf, wie weit die Erholung noch reichen müsste, um alte Stärke zurückzugewinnen. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von rund 144 Prozent unterstreicht: Hier sind schnelle Bewegungen in beide Richtungen jederzeit möglich.

Die nächsten 48 Stunden liefern mit den Konferenzauftritten den unmittelbaren Test, ob das Momentum trägt.

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