Im US-Handel stieg die D.R. Horton-Aktie am Dienstag um rund 7 Prozent auf 164,18 Dollar. Das Ergebnis für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 hatte die Erwartungen übertroffen, der Markt quittierte das mit einem freundlichen Nicken.
Solide Zahlen
Der größte Hausbauer der USA meldete einen Gewinn je Aktie von 2,24 Dollar, zehn Cent über der Analystenschätzung. Der Umsatz lag bei 7,6 Milliarden Dollar, minimal unter dem Vorjahr, aber in line mit den Erwartungen. Nettoverkaufsaufträge kletterten um 11 Prozent auf knapp 25.000 Häuser, der Auftragswert stieg um 10 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. CEO Paul Romanowski sprach von einem soliden Quartal, Executive Chairman David Auld lobte die Disziplin der Operatoren.
Alles gut also? Nicht ganz.
10 Prozent Nachlass, und das ist normal
Wer genau hinschaut, findet den Knackpunkt im Q&A des Earnings Call. Stephen Kim von Evercore ISI fragte nach dem Umfang der Verkaufsanreize, und Romanowski antwortete ohne Umschweife: Die Incentives liegen bei rund 10 Prozent des Umsatzes. Bei einem Durchschnittsverkaufspreis von 361.600 Dollar, der bereits 3 Prozent unter dem Vorjahr liegt, bedeutet das: D.R. Horton gibt pro Haus im Schnitt mehr als 36.000 Dollar nach, nur um den Käufer überhaupt an den Tisch zu bekommen.
Und diese Nachlässe bleiben. Romanowski sagte klar, man erwarte erhöhte Incentive-Niveaus für den Rest des Jahres, abhängig von Nachfrage, Hypothekenzinsen und Marktbedingungen. Das ist keine vorübergehende Schwäche, das ist das neue Normal.
Jahresprognose still gestutzt
Die Jahresziele für 2026 wurden nach oben hin leicht gekürzt: Umsatz nun 33,5 bis 34,5 Milliarden Dollar statt zuvor bis zu 35 Milliarden, Closings 86.000 bis 87.500 statt bis zu 88.000. Senior VP Jessica Hansen fasste es knapp zusammen: „Wir haben unser Closings-Ziel um 500 gesenkt.“ Kein Drama, aber auch keine Wachstumsgeschichte.
Immerhin: Die Bruttomarge im Homebuilding lag bei 20,1 Prozent, profitierte allerdings von einem günstigen Prozessausgang und unterdurchschnittlichen Garantiekosten. Ohne diesen 40-Basispunkte-Bonus wäre die Zahl weniger eindrucksvoll gewesen.
D. R. Horton Aktie Chart
Käufer zögerlich, Inventar schrumpft
Auf der Haben-Seite steht, dass D.R. Horton seine unverkauften Fertigstellungen um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert hat. John Lovallo von UBS hakte nach, ob die Nachfrage im März der normalen Saisonalität entspreche, COO Michael Murray bestätigte das und zeigte sich mit den Verkäufen bis Mitte April zufrieden. Die Nachfrage ist also nicht eingebrochen, sie ist nur teuer erkauft.
Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen Umsätze zwischen 8,8 und 9,3 Milliarden Dollar bei 23.500 bis 24.000 Closings. Dazu plant D.R. Horton Aktienrückkäufe von rund 2,5 Milliarden Dollar im Gesamtjahr und Dividendenzahlungen von rund 500 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal allein wurden bereits 904 Millionen Dollar für Rückkäufe ausgegeben, die Aktienanzahl sank um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Markt feiert das Quartal. Bleibt die Frage, wie lange man 10 Prozent Nachlass noch als solide verkaufen kann.
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