CVS Health-Aktie: Schwerer Gegenwind!

Der US-Gesundheitskonzern sieht sich mit enttäuschenden Regierungsvorschlägen für Medicare-Sätze und Vorwürfen wettbewerbswidrigen Verhaltens konfrontiert, was zu deutlichen Kursverlusten führt.

Auf einen Blick:
  • Enttäuschende Vorschläge für Medicare-Vergütungssätze
  • Wettbewerbsvorwürfe im Apothekenvermittlungsgeschäft
  • Aktienkurs verliert deutlich an Wert
  • Ergebnisvorstellung für 2025 steht bevor

CVS Health navigiert derzeit durch schwieriges Fahrwasser. Nur wenige Wochen vor der Präsentation der Jahresbilanz 2025 sieht sich der US-Gesundheitsriese mit enttäuschenden Regierungsvorschlägen für Vergütungssätze und neuen Vorwürfen wettbewerbswidrigen Verhaltens konfrontiert. Anleger reagieren verunsichert auf die Kombination aus regulatorischem Druck und drohenden Margenverlusten.

Medicare-Vorschlag enttäuscht den Markt

Ein zentraler Belastungsfaktor ist der jüngste Vorschlag der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) für das Jahr 2027. Die Behörde stellte für die Medicare-Advantage-Sätze lediglich eine geringfügige Erhöhung von 0,09 Prozent in Aussicht. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit einem deutlich kräftigeren Plus zwischen 4 und 6 Prozent gerechnet.

Für große Versicherer wie CVS Health, die seit Jahren mit steigenden medizinischen Kosten kämpfen, sorgt dieser Vorschlag für erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Profitabilität im Versicherungssegment. Eine endgültige Entscheidung über die Sätze wird erst im April 2026 erwartet, doch die niedrige erste Indikation drückt bereits jetzt auf die Stimmung.

Wettbewerbsvorwürfe im PBM-Geschäft

Zusätzlich gerät das Geschäftsmodell der Pharmacy Benefit Manager (PBM) – die Vermittler zwischen Versicherungen, Apotheken und Herstellern – unter politischen Beschuss. Ein aktueller Zwischenbericht des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses wirft CVS vor, seine Marktposition genutzt zu haben, um den Wettbewerb zu behindern.

Dem Bericht zufolge soll das Unternehmen Audits und Netzwerkregeln instrumentalisiert haben, um unabhängige Apotheken von der Zusammenarbeit mit konkurrierenden digitalen Plattformen abzuhalten. Ziel sei die Absicherung der eigenen Apothekendienste gewesen. Während ein Unternehmenssprecher die Vorwürfe als „irrig und unzutreffend“ zurückwies, belasten die Ermittlungen zusammen mit einer laufenden Untersuchung der Federal Trade Commission (FTC) zu Insulinpreisen das Image des Konzerns.

Aktie unter deutlichem Druck

Die Häufung der negativen Nachrichten hinterlässt deutliche Spuren im Chartbild. Die Aktie steht unter erheblichem Verkaufsdruck und verlor allein in den vergangenen sieben Tagen rund 12 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 61,76 Euro notiert das Papier mittlerweile knapp unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Wird das neue Preismodell „CostVantage“ ausreichen, um die Margen im Einzelhandel trotz des regulatorischen Gegenwinds zu stabilisieren? Diese Frage steht im Zentrum des Interesses, wenn CVS Health am Dienstag, den 10. Februar 2026, seine vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorlegt.

Anleger erwarten dann nicht nur Details zur vergangenen Performance, sondern vor allem einen belastbaren Ausblick auf das laufende Jahr. Kurzfristig steht zudem eine Kapitalmaßnahme an: Die bereits beschlossene Quartalsdividende von 0,665 US-Dollar pro Aktie wird am Montag, den 2. Februar 2026, an die berechtigten Aktionäre ausgezahlt.

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