CVS-Aktie: Einigung mit Aufsicht in Sicht!

CVS Health hat sich vorläufig mit der US-Handelsaufsicht geeinigt. Die Vorwürfe: künstlich erhöhte Insulinpreise durch das Tochterunternehmen Caremark.

Auf einen Blick:
  • Vorläufige Einigung in Insulin-Preisklage der FTC
  • Vorwurf illegales Rabattsystem bei Apothekendienstleister
  • Cigna zahlte bereits Milliarden-Entschädigung
  • Analyst sieht Einigung als leicht positiven Schritt

Die Aktie von CVS Health zeigte sich am Dienstag leicht erholt und notierte rund zwei Prozent im Plus. Hintergrund ist eine vorläufige Einigung mit der US-Handelsaufsicht FTC, die den Gesundheitskonzern seit September 2024 wegen mutmaßlich überhöhter Insulinpreise verklagt hatte. Die endgültigen Bedingungen der Vereinbarung stehen allerdings noch aus und sollen in den kommenden Wochen bestätigt werden.

Vorwurf: Illegale Rabattsysteme bei Insulinpreisen

Im Zentrum der Vorwürfe steht Caremark, der Apothekendienstleister von CVS. Die FTC wirft dem Unternehmen vor, durch ein illegales Rabattsystem die Preise für Insulin künstlich in die Höhe getrieben zu haben. Konkret geht es um die Praxis von Pharmacy Benefit Managern, Rabatte von Pharmaherstellern einzusammeln, wenn diese ihre Medikamente in die Versicherungspläne aufnehmen lassen. Diese Rabatte sollen laut FTC nicht an die Patienten weitergegeben worden sein.

CVS bestreitet ein Fehlverhalten. Unternehmenssprecher David Whitrap erklärte, die Vereinbarung baue auf Initiativen auf, die man in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt habe. Details der Einigung sind derzeit noch vertraulich und wurden in den Gerichtsakten geschwärzt.

CVS Health Corporation Aktie Chart

Cigna zahlte bereits – Einsparungen in Milliardenhöhe

Die Klage der FTC richtete sich nicht nur gegen CVS, sondern auch gegen zwei weitere große Apothekendienstleister: Express Scripts von Cigna und OptumRx von UnitedHealth. Cigna einigte sich bereits Anfang Februar mit der Aufsicht und verpflichtete sich zu Änderungen bei Express Scripts. Diese Maßnahmen sollen die Kosten für Patienten bei Medikamenten wie Insulin über zehn Jahre hinweg um bis zu sieben Milliarden Dollar senken.

Analyst Michael Cherny von Leerink Partners bezeichnete die Einigung als „inkrementell positiv“, da sie Unsicherheit aus einem Geschäftsbereich nehme, der zuletzt unter mehreren Belastungen gelitten habe. Tatsächlich stand das Geschäftsmodell der Pharmacy Benefit Manager in den vergangenen Monaten zunehmend in der Kritik.

Wie nachhaltig die Einigung den Kurs von CVS stützen kann, bleibt abzuwarten. Die vergleichsweise verhaltene Kursreaktion deutet darauf hin, dass Anleger zunächst die finalen Bedingungen abwarten möchten. Zudem dürfte die Frage im Raum stehen, welche langfristigen Auswirkungen strengere Regulierungen auf die Margen im lukrativen PBM-Geschäft haben könnten.

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