Anfang des Jahres feierte die Czechoslovak Group (CSG) noch ein fulminantes Börsendebüt. Wenige Monate später kämpft der Rüstungskonzern an der Börse gegen einen massiven Abwärtstrend. Ein Shortseller sät Zweifel an den Produktionskapazitäten. Die Folge: ein drastischer Kurssturz.
Shortseller-Attacke drückt den Kurs
Der Leerverkäufer Hunterbrook wirft dem Unternehmen vor, seine Produktionskapazitäten künstlich aufzublähen. CSG-Eigentümer Michal Strnad weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Dennoch reagierte der Markt panisch. Die Aktie markierte in der vergangenen Woche ein neues 52-Wochen-Tief bei 12,20 Euro.
Tiefer Fall seit dem Börsengang
Der aktuelle Absturz steht im krassen Gegensatz zum Jahresauftakt. Beim Börsengang sammelte CSG rund 3,8 Milliarden Euro ein. Kurz darauf erreichte das Papier sein Rekordhoch von 36,05 Euro. Heute notiert der Titel fast 65 Prozent tiefer.
Zum Wochenschluss rettete sich der Kurs leicht ins Plus. Die Aktie ging am Freitag mit einem Zuwachs von 2,71 Prozent bei 12,75 Euro aus dem Handel. Auf Monatssicht steht dennoch ein Minus von über 28 Prozent auf der Anzeigetafel.
Technische Gegenbewegung in Sicht?
Technisch ist das Papier mittlerweile massiv überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) der vergangenen 14 Tage liegt bei 29,8. Solche Werte rufen oft spekulative Käufer auf den Plan. Allerdings bleibt der Abstand zu wichtigen Trendlinien enorm.
Der Kurs notiert fast 24 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Die annualisierte Volatilität von gut 59 Prozent unterstreicht das extrem hohe Risiko für Investoren.
Das fundamentale Marktumfeld bleibt indes robust. Europäische Rüstungsprojekte laufen auf Hochtouren. Norwegen bestellt aktuell neue Schutzsysteme für seine Leopard-Panzer. Genau solche landgestützten Verteidigungssysteme und Munition bilden das Kerngeschäft der Czechoslovak Group.
In der neuen Handelswoche rückt die Marke von 12,20 Euro in den Fokus. Fällt der Kurs unter diese Unterstützung, drohen weitere Abverkäufe. Neue offizielle Details zu den tatsächlichen Produktionskapazitäten könnten hingegen als Katalysator für eine Erholung dienen.
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