Bratislava, erster Messetag, CSG-Stand: Vorhang auf für den CFL-120 Karpat. Der mittlere Kampfpanzer, entwickelt gemeinsam mit dem türkischen Rüstungsunternehmen FNSS Savunma Sistemleri, feierte auf der IDEB 2026 seine Weltpremiere, komplett mit 120-mm-Kanone und dem Leonardo-Turm HITFACT MkII. Ein Auftritt mit Kalkül.
Was steckt dahinter?
Die Kooperation zwischen CSG und FNSS ist mehr als ein Messegag. Beide Unternehmen wollen gemeinsam gepanzerte Plattformen entwickeln, produzieren und vermarkten, zunächst den CFL-120 Karpat, später möglicherweise weitere Fahrzeuge. CSG bringt die industrielle Basis in der Slowakei ein, FNSS das technologische Know-how aus dem Bereich Kettenfahrzeuge. Jan Marinov, CEO von CSG Defence, formulierte es so: „Unsere gemeinsame Zielsetzung ist es, moderne und wettbewerbsfähige Fahrzeuge für Kunden in Europa und anderen Regionen anzubieten und gleichzeitig CSGs industrielle Fähigkeiten im Bereich Kampffahrzeuge weiterzuentwickeln.“
FNSS-Chef Selim Basbas verwies auf das Fundament: den Kaplan MT, der bereits in der indonesischen Armee im Einsatz ist. Der CFL-120 Karpat baut darauf auf, tauscht aber die 105-mm-Bewaffnung gegen den stärkeren HITFACT-MkII-Turm mit 120-mm-Kanone.
Die Zahlen zum Fahrzeug
Bis zu 34 Tonnen Kampfgewicht, 70 km/h Höchstgeschwindigkeit, rund 450 km Reichweite. Die Munition ist NATO-kompatibel, der Turm so konstruiert, dass die Munition außerhalb des Besatzungsraums gelagert wird, was die Überlebenschancen der Crew im Trefferfall verbessern soll. Modular nachrüstbarer Zusatzpanzer nach STANAG 4569, aktives Schutzsystem gegen Drohnen und Lenkflugkörper optional integrierbar. Auf dem Papier ein vollwertiger Kampfpanzer, der weniger wiegt und weniger kostet als ein Hauptkampfpanzer.
Der Markt wartet
CSG und FNSS zielen auf Streitkräfte, die schwere Feuerkraft wollen, aber weder das Budget noch die Logistik für Leopard-2-Klasse-Fahrzeuge haben. Europa, Asien, Naher Osten, Afrika, der Adressatenkreis ist weit gefasst. Ob der Karpat dort wirklich reüssiert, wird sich zeigen, denn Weltpremieren auf Messen sind eine Sache, Serienaufträge eine ganz andere.
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