Michal Strnad redet nicht lange um den heißen Brei herum. Der Chef der Czechoslovak Group hat bestätigt, dass sein Unternehmen in laufenden Gesprächen über den Erwerb einer Beteiligung am Panzerbauer KNDS steckt. Die Begründung klingt nach echter Überzeugung: CSG und KNDS ergänzten sich „sehr, sehr gut“, so Strnad.
Was KNDS so interessant macht
KNDS ist kein kleines Ziel. Der europäische Rüstungskonzern hinter dem Leopard-Nachfolger und dem Leclerc-Panzer steht für genau das, was CSG bisher fehlt: westeuropäische Rüstungskompetenz auf allerhöchstem Niveau, eingebettet in die NATO-Beschaffungslogik. Für CSG, das seinen Schwerpunkt bislang in Mittel- und Osteuropa hat, wäre eine KNDS-Beteiligung ein Sprung in eine andere Liga.
Noch kein Deal, nur Gespräche
Strnad hat vorsichtig formuliert, und das sollte man ernst nehmen. „Laufende Gespräche“ heißt eben noch kein Vertragsabschluss, kein Preis, kein Zeitplan. Wie groß die angestrebte Beteiligung ist, ließ er offen. Details nannte das Unternehmen nicht.
Dabei ist die Ausgangslage für CSG an der Börse alles andere als komfortabel. Die Aktie liegt im laufenden Jahr rund 28 Prozent im Minus, auch wenn sie auf Sicht von 30 Tagen gut zwölf Prozent zugelegt hat. Ein handfester Deal mit KNDS wäre wohl der stärkste Katalysator, den CSG gerade liefern könnte. Gespräche allein reichen dem Markt bisher offenbar nicht.
August wird interessant
Die nächsten Quartalszahlen kommen am 29. August. Bis dahin dürfte die KNDS-Frage die Aktie begleiten, mal als Hoffnungsträger, mal als Unsicherheitsfaktor. Strnad weiß das. Dass er die Gespräche öffentlich bestätigt hat, ist kein Zufall.
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