Euronext befördert CSG in den AMX-Index. Eigentlich ist das ein klares Kaufsignal für passive Investoren. Die Börse reagiert allerdings völlig anders. Die Aktie des Rüstungskonzerns rutscht weiter ab.
Euronext gab die Entscheidung diese Woche bekannt. CSG rückt auf. Der Industriekonzern Aalberts verlässt den Index. Die Änderung greift am 22. Juni. Ein solcher Aufstieg bringt normalerweise frisches Kapital von Indexfonds.
Bei CSG blieb dieser Effekt aus. Die Folge: Der Kurs fiel am Freitag auf 14,46 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier knapp vier Prozent. Der Abwärtstrend setzt sich damit nahtlos fort.
Chartbild bleibt düster
Ein Blick auf den Chart zeigt das ganze Ausmaß. Seit dem Jahreshoch im Januar hat sich der Wert der Aktie mehr als halbiert. Aktuell trennen den Kurs nur noch knapp sechs Prozent vom 52-Wochen-Tief. Fällt die Unterstützung bei 13,65 Euro, drohen weitere Verluste.
Technische Indikatoren liefern kaum Hoffnung. Die Aktie notiert gut 20 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI-Wert von 32,1 signalisiert einen fast überverkauften Zustand. Fundamentale Impulse fehlen derweil. Seit einer Meldung über neue Munitionsverträge Anfang Juni gab es keine Neuigkeiten.
Warten auf die Zahlen
Die kommende Woche bringt den offiziellen Index-Eintritt. Am 22. Juni wird die Umschichtung der Portfolios wirksam. Das könnte kurzfristig für Liquidität sorgen. Echte Klarheit über die Geschäftsentwicklung gibt es aber erst im Sommer. Am 7. August legt das Management die Halbjahreszahlen vor.
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