Seit dem Börsengang im Januar war es für Czechoslovak Group (CSG) an der Börse steil bergab gegangen. Jetzt liefert der tschechische Rüstungskonzern seinen ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen — und der fällt besser aus als mancher Kursrutsch vermuten ließ.
Solides Wachstum, stabiler Gewinn
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 auf 1,544 Milliarden Euro — ein Plus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber war vor allem das Segment Defence Systems mit einem Wachstum von 26,5 Prozent. Das operative EBIT erreichte 372 Millionen Euro, die Marge von 24,1 Prozent blieb stabil gegenüber dem Schlussquartal 2025.
Der Auftragsbestand wuchs auf 17 Milliarden Euro, getragen von Land Systems. Die Verhandlungspipeline steht bei 27 Milliarden Euro — ein Polster, das die Jahresprognose absichert. Die Nettoverschuldung lag zum 31. März bei 2,228 Milliarden Euro, das Verhältnis zum operativen EBITDA bei 1,3x und damit unterhalb des eigenen Zielkorridors von 1,5x.
Die Jahresziele bestätigt CSG ohne Einschränkung: Umsatz zwischen 7,4 und 7,6 Milliarden Euro, eine operative EBIT-Marge von 24 bis 25 Prozent.
Expansion auf mehreren Fronten
Neben den Zahlen zeigt der Bericht, wie aggressiv CSG seine Produktionsbasis ausbaut. Im ersten Quartal erwarb der Konzern eine 49-Prozent-Beteiligung an Hirtenberger Defence Systems in Österreich und stärkt damit sein Mörser- und Munitionsportfolio. In Griechenland läuft bereits die 155-mm-Produktion im Rahmen eines 25-jährigen Joint Ventures. In Ungarn sicherte sich CSG über eine Beteiligung an 4iG Space & Defence Technologies indirekt einen Anteil an Rába Automotive — inklusive Militärfahrzeugverträgen und möglicher Beteiligung am ungarischen HIMARS-Programm.
In Polen wurden zwei Kooperationsvereinbarungen mit Polska Grupa Zbrojeniowa unterzeichnet, und mit DOMAR MS steht die erste polnische Akquisition vor dem Abschluss. Bis Ende 2026 soll die eigene Produktion großkalibriger Munition auf rund 850.000 Schuss steigen — nach 550.000 im Vorjahr.
Neuer Panzer, neuer Partner
Kurz vor dem Quartalsbericht präsentierte CSG auf der IDEB 2026 in Bratislava gemeinsam mit dem türkischen Hersteller FNSS den CFL-120 Karpat — einen mittelschweren Kampfpanzer mit bis zu 34 Tonnen, 70 km/h Höchstgeschwindigkeit und 450 Kilometer Reichweite. Der Turm stammt von Leonardo. Produziert werden soll das Fahrzeug in der Slowakei, mit schrittweiser Einbindung lokaler Zulieferer.
Aktie erholt sich vom Tief
Die Zahlen kommen zu einem günstigen Zeitpunkt. Anfang Mai hatte die CSG-Aktie mit 15,73 Euro ein Allzeittief markiert — mehr als 50 Prozent unter dem Ausgabepreis vom Januar. Seitdem läuft eine Erholung: Aktuell notiert das Papier bei 18,57 Euro, ein Tagesplus von knapp sieben Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 16 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 33,81 Euro ist die Aktie allerdings noch weit entfernt.
Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert CSG am 7. August 2026 mit den Halbjahreszahlen.
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