CSG Aktie: Brand in Munitionsfabrik stoppt Fertigung

Symbolbild, KI-generiert

Ein Feuer stoppte die Fertigung in Snina vorübergehend, doch CSG meldet unversehrte Technik und erwartet keine Folgen für Kundenaufträge.

Auf einen Blick:
  • Brand während Dacharbeiten ausgebrochen
  • Keine Verletzten nach Evakuierung
  • Fertigung vorübergehend unterbrochen
  • CSG weist Vorwürfe zurück

Ein Brand auf dem Dach eines Werksgeländes im slowakischen Snina hat am gestrigen Mittwoch zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Fertigung bei der ZVS holding geführt.

Das Unternehmen, an dem die zum CSG-Konzern von Michal Strnad gehörende MSM Group 50 Prozent der Anteile hält, produziert vor Ort Metallgeschosshüllen für Artilleriemunition. Im vorbörslichen Handel notiert die Aktie von CSG heute bei 15,95 Euro, was einem leichten Zuwachs von 0,5 Prozent entspricht.

Keine Personenschäden und intakte Anlagen

Nach Angaben von CSG-Sprecher Andrej Čírtek brach das Feuer während Renovierungsarbeiten an der Dachkonstruktion aus. Alle Mitarbeiter des Betriebs wurden umgehend evakuiert, verletzt wurde niemand. Die Einsatzkräfte brachten den Brand nach rund zwei Stunden unter Kontrolle.

Die Produktionstechnik in den Hallen blieb nach ersten behördlichen Angaben unbeschädigt. Obwohl die Arbeiten im betroffenen Betriebsteil zunächst gestoppt werden mussten, erwartet der Rüstungskonzern nach eigenen Angaben keine Beeinträchtigungen bei bestehenden Kundenverpflichtungen.

Die im Werk Snina gefertigten Rohkörper, darunter auch Hülsen für 155-mm-Artilleriegeschosse, werden regulär im Werk Dubnica nad Váhom weiterverarbeitet.

Politische Diskussionen um slowakische Aufträge

Parallel zu dem Zwischenfall im Werk sieht sich der Konzern in der Slowakei mit Berichten über frühere Geschäftsbeziehungen konfrontiert. Medienberichten zufolge erhielt das Beratungsunternehmen Kallan Consulting, an dem der heutige slowakische Verteidigungsminister Robert Kaliňák beteiligt war, bis ins Jahr 2024 Zahlungen einer CSG-Tochter für Lobbydienste in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Kaliňák bestätigte frühere Dienstleistungen, betonte jedoch, dass das Mandat Ende 2023 beendet worden sei, und wies Vorwürfe eines Interessenkonflikts bei laufenden Rüstungsbeschaffungen des Ministeriums zurück. CSG verwies auf einen regulären Vertrag zwischen den Gesellschaften und wies die Anschuldigungen ebenfalls zurück.

An den Finanzmärkten beläuft sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens derzeit auf 15,77 Milliarden Euro.

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