CSG Aktie: 13-Prozent-Sturz nach Shortseller-Bericht

Trotz Rekordumsatz und Milliardenaufträgen büßt die CSG-Aktie massiv ein. Shortseller-Vorwürfe und eine NATO-Sperre belasten den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Rekordumsatz von 6,7 Milliarden Euro
  • Aktie seit Januar-Hoch fast halbiert
  • Shortseller zweifelt Produktionskapazität an
  • Quartalszahlen am 20. Mai erwartet

CSG steckt in einem ungewöhnlichen Widerspruch. Der tschechische Rüstungskonzern meldet Rekordumsatz von 6,7 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 42 Milliarden Euro. Trotzdem hat sich die Aktie seit dem Januar-Hoch fast halbiert. Der Markt zweifelt nicht nur an Zahlen, sondern an der Erzählung dahinter.

Am Freitag notiert die Aktie bei 16,66 Euro, nach einem Tagesplus von 2,35 Prozent. Damit liegt sie nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 15,73 Euro. Die kurzfristige Erholung ändert wenig am beschädigten Chartbild.

NATO-Sperre trifft empfindlichen Punkt

Die NATO Support and Procurement Agency hat die spanische Tochter Fábrica de Municiones de Granada vorübergehend von bestimmten Beschaffungsverfahren ausgeschlossen. CSG beschreibt den Schritt als eng begrenzt und geografisch klar eingegrenzt. Einen wesentlichen Effekt auf das Gruppengeschäft sieht das Management nicht.

Der Konzern weist die Sperre als unbegründet zurück. Eine forensische Prüfung habe keine Unregelmäßigkeiten gefunden. FMG liefert nach Unternehmensangaben weiter direkt an einzelne NATO-Staaten. Das ist wichtig, weil nationale Verteidigungsbudgets deutlich größer sind als die Beschaffung über die Agentur.

Shortseller zielt auf das Kerngeschäft

Der Druck kommt nicht nur von der NATO-Seite. Anfang Mai veröffentlichte Hunterbrook Media einen kritischen Bericht. Der Shortseller behauptet, CSG sei kein echter Munitionshersteller, sondern arbeite vor allem alte Bestände auf. Die Aktie verlor daraufhin an einem Tag mehr als 13 Prozent.

CSG stellt im IPO-Prospekt eine Jahreskapazität von rund 630.000 großkalibrigen Geschossen dar. Rund 80 Prozent davon entfallen auf das kritische Kaliber 155 Millimeter. Genau hier greift Hunterbrook an.

Nach Darstellung des Shortsellers kann nur das Werk Dubnica in der Slowakei diesen Munitionstyp final montieren. Hunterbrook schätzt die tatsächliche Produktion auf 100.000 bis 280.000 Stück pro Jahr. CSG hält dagegen und nennt für die eigene Produktion im Jahr 2025 rund 630.000 Geschosse.

Für 2026 stellt der Konzern ein Plus von rund 20 Prozent in Aussicht. Eine neue Linie in der Slowakei soll weitere 70.000 Geschosse ermöglichen. Rechtliche Schritte gegen Hunterbrook prüft CSG.

Politische Frist erhöht den Druck

Neben der Produktionsdebatte läuft eine Frist im EU-Programm SAFE. Das Programm bietet Verteidigungsdarlehen zu 1 Prozent, wenn Aufträge mindestens zwei Mitgliedstaaten betreffen. Das Fenster für diese günstige Finanzierung schließt Ende Mai.

CSG hat mit der Slowakei einen Rahmenvertrag über mögliche Munitionslieferungen im Wert von 58 Milliarden Euro geschlossen. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre. Bislang hat sich kein weiterer EU-Staat formal angeschlossen.

Rumäniens Verteidigungsministerium verneint Gespräche auf Ministerebene. Kroatien prüft eine Teilnahme, ohne sich festzulegen. CSG betont, der Vertrag hänge nicht an einem einzelnen Finanzierungsweg. Teurere Kredite würden das Paket für Bratislava dennoch weniger attraktiv machen.

Im Hintergrund schwelt ein Governance-Thema. Minderheitsaktionär Petr Kratochvíl soll kurz vor dem Börsengang eine Put-Option gezogen haben. Im Raum steht eine Forderung von rund 1,4 Milliarden Euro. CSG verweist dagegen auf eine frühere Forderung über 275 Millionen Euro, die im ersten Quartal beglichen worden sei.

Die Analysten bleiben auffallend gelassen. Alle neun erfassten Experten stufen die Aktie als Kauf ein. Das mittlere Kursziel liegt bei 35,40 Euro, J.P. Morgan sieht den fairen Wert bei 40 Euro. Der Abstand zum Börsenkurs zeigt, wie groß der Vertrauensbruch geworden ist.

Am 20. Mai legt CSG den ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vor. Dann zählen vor allem Margen nach IPO-Kosten und der Cashflow aus neuen Aufträgen. Die vereinbarte Übernahme von 49 Prozent an Hirtenberger Defence Systems braucht noch regulatorische Freigaben. Für die Aktie dürfte der Bericht der nächste harte Realitätscheck werden.

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