Der Cybersicherheitsspezialist läuft weiter heiß. CrowdStrike notiert aktuell bei 673,90 Euro – ein Plus von 1,08 Prozent. Damit fehlen nur noch rund zwei Prozent zum Allzeithoch von 689,30 Euro, das der Aktie Anfang dieser Woche gelang.
Explosives zweites Quartal
Das zweite Quartal 2026 wurde zum Triumphzug. Der Aktienkurs schoss in nur drei Monaten um 95 Prozent nach oben. Treiber der Rally: die sogenannten „Mythos-Klasse“-KI-Modelle. Sie treiben die Nachfrage nach hochentwickelten Sicherheitslösungen massiv an.
CrowdStrike hat zudem die Zusammenarbeit mit Amazon Web Services ausgeweitet. Im Fokus stehen die Falcon-KI-Erkennungsfunktionen und das Projekt „QuiltWorks“. Bis 2029 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 9,2 Milliarden Dollar an, der Gewinn soll bei rund 904 Millionen Dollar liegen.
Insider verkaufen — Analysten bleiben optimistisch
Nach dem Allzeithoch Ende Juni zogen Insider die Reißleine. CEO George Kurtz veräußerte Aktien im Wert von rund 1,19 Millionen Dollar, President Michael Sentonas verkaufte sogar für 8,37 Millionen Dollar. Beide Transaktionen liefen über vorab festgelegte 10b5-1-Pläne — ein standardisiertes Verfahren, das Vorwürfe wegen Insiderhandels vermeidet.
Die Analysten lassen sich davon nicht beeindrucken. JPMorgan-Experte Michael Chen betont die langfristige Dominanz von CrowdStrike bei KI-gestützter Sicherheit. Allerdings warnt er vor steigenden Halbleiterkosten, die bis 2027 auf die Margen drücken könnten.
Aktiensplit und Governance
Im Juli steht ein 4:1-Aktiensplit an. Das macht die Papiere für Kleinanleger erschwinglicher – nachdem der Kurs in diesem Jahr um über 74 Prozent gestiegen ist. Parallel dazu hat CrowdStrike in Delaware die Haftung von Führungskräften beschränkt, ein typischer Schritt bei wachsenden Konzernen.
Der 14-Tage-RSI liegt bei 72,8 – das signalisiert eine technische Überkauftheit. Der 200-Tage-Durchschnitt von knapp 434 Euro zeigt aber, wie weit die Aktie ihrem langfristigen Trend bereits davongeeilt ist.
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