Cronos Aktie: Umsatz auf 45,2 Millionen CAD gestiegen

Cronos Group verzeichnet mit 45,2 Mio. CAD einen Umsatzrekord und startet ein Aktienrückkaufprogramm. Der CEO sagte im Prozess gegen einen Leerverkäufer aus.

Auf einen Blick:
  • Umsatz steigt um 40 Prozent
  • Neues Rückkaufprogramm für Aktien
  • CEO sagt im Leerverkäufer-Prozess aus
  • Expansion in Europa vorangetrieben

Rekordumsatz trifft auf Gerichtssaal. Cronos Group liefert zum Jahresauftakt 2026 starke Ergebnisse. Während das operative Geschäft floriert, blickt Konzernchef Mike Gorenstein zurück auf alte Konflikte mit Leerverkäufern.

Der Nettoumsatz stieg im ersten Quartal um 40 Prozent auf 45,2 Millionen Kanadische Dollar (CAD). Das ist ein neuer Bestwert für das Unternehmen. Das bereinigte EBITDA erreichte mit 5,1 Millionen CAD den zweithöchsten Stand der Firmengeschichte.

Wachstum in Israel und Kanada

Besonders das Auslandsgeschäft treibt die Entwicklung an. In Israel meldete Cronos das neunte Rekordquartal in Folge. Dort legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent zu.

Im Heimatmarkt Kanada festigt die Marke „Spinach“ ihre Stellung. Bei Vapes hält das Unternehmen einen Marktanteil von knapp zehn Prozent. Im Bereich Edibles kontrolliert Cronos sogar 20,8 Prozent des Marktes.

Die Bilanz bleibt mit 822 Millionen CAD an Barmitteln solide. Das Management nutzt diese Liquidität nun für die Aktionäre. Ein neues Rückkaufprogramm erlaubt den Erwerb eigener Aktien für bis zu 50 Millionen CAD.

Parallel dazu treibt Cronos die Expansion in Europa voran. Die Übernahme der niederländischen CanAdelaar soll im kommenden Sommer abgeschlossen sein.

Leerverkäufer im Visier der Justiz

Abseits der Zahlen sorgte die Aussage von CEO Gorenstein in Kalifornien für Aufsehen. Er sagte im US-Bundesprozess gegen Citron-Research-Gründer Andrew Left aus. Dabei ging es um Vorwürfe einer gezielten Marktmanipulation durch falsche Berichte im Jahr 2018.

Gorenstein warf Citron Research vor, damals faktenlose Berichte verbreitet zu haben. Das Unternehmen sei vor der Veröffentlichung nie um eine Stellungnahme gebeten worden. Die Justiz untersucht nun, ob Left Kurse durch bewusste Falschmeldungen beeinflusst hat.

Analysten bleiben bei der Bewertung der Aktie gespalten. Aktuell stehen zwei Kaufempfehlungen zwei Halte-Positionen und einem Verkauf gegenüber. Die Branche wartet nun auf Details zur geplanten Neueinstufung von Cannabis in den USA.

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