835 Millionen Dollar für 7,5 Prozent. Man muss das kurz sacken lassen. Critical Metals hat am Montag eine Absichtserklärung unterzeichnet, um alle ausstehenden Aktien von European Lithium zu kaufen, dem australisch-notierten Minenbetreiber, der bislang den kleinen Restanteil am Tanbreez-Projekt in Grönland hielt. Die Aktie von Critical Metals sprang nach der Ankündigung am Montag um mehr als 25 Prozent, muss aber heute vorbörslich bereits wieder Federn lassen (-7,96 %).
Warum 835 Millionen für 7,5 Prozent?
Tanbreez gilt als eines der größten bekannten Seltene-Erden-Vorkommen der Welt. Terbium, Dysprosium, Rohstoffe für Elektroautos, Windturbinen, Medizintechnik und Rüstung. Genau die Materialien, bei denen der Westen seit Jahren versucht, die Abhängigkeit von China zu verringern. Wer das versteht, versteht auch, warum selbst ein kleines Restpaket hier teuer werden kann.
Critical Metals hatte bereits 92,5 Prozent an Tanbreez gehalten. European Lithium besaß die übrigen 7,5 Prozent. Nun soll das Ganze unter einem Dach zusammenkommen. European Lithium-Aktionäre erhalten je Aktie 0,035 Aktien von Critical Metals. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden.
Critical Metal Corp. Aktie Chart
Die Kasse stimmt zumindest
Was die Sache weniger riskant macht, als sie auf den ersten Blick wirkt: European Lithium sitzt auf einer Kassenreserve von rund 219 Millionen US-Dollar, Critical Metals selbst hat weitere 124 Millionen. Zusammen ergibt das eine ordentliche Ausgangsbasis, um Tanbreez tatsächlich in Richtung Produktionsentscheidung zu schieben.
Critical Metals argumentiert, die vollständige Kontrolle vereinfache Finanzierungsstrategie und Entscheidungsprozesse. Das stimmt, zumindest auf dem Papier. Zwei Gesellschaften, ein Projekt, zwei Führungsebenen, das ist keine ideale Konstruktion. CEO Tony Sage leitet Critical Metals und sitzt gleichzeitig als Executive Chairman bei European Lithium. Dietrich Wanke, Chef von European Lithium, ist Präsident der europäischen Aktivitäten von Critical Metals. So eng verzahnt, dass die Übernahme fast folgerichtig wirkt.
Washington im Hintergrund
Ende vergangenen Jahres berichtete Reuters, dass die Trump-Administration über eine direkte Beteiligung an Critical Metals diskutiert hatte. Ein US-Regierungsstake an einem Grönland-Projekt, das passt ins geopolitische Bild, das Washington gerade zeichnet. Ob daraus etwas wird, steht noch in den Sternen. Aber die Kulisse, vor der Tanbreez gerade steht, ist alles andere als uninteressant.
835 Millionen für 7,5 Prozent. Und der Markt feierte das mit einem Kurssprung. Grönland ist eben gerade sehr gefragt.
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