Die Aktie von Credo Technology Group hat in den vergangenen zwei Wochen eine bemerkenswerte Rally hingelegt, ein Plus von rund 40 Prozent in kürzester Zeit. Doch trotz des rasanten Anstiegs mehren sich die Anzeichen, dass der Markt die eigentliche Tragweite der jüngsten Unternehmensneuigkeit noch längst nicht vollständig eingepreist hat. Der Auslöser: die Übernahme des israelischen Halbleiterunternehmens DustPhotonics.
Was steckt hinter der DustPhotonics-Übernahme?
DustPhotonics ist Hersteller sogenannter Silicon Photonics Photonic Integrated Circuits, kurz SiPho PICs. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um optische Schaltkreise, die Lichtsignale und elektrische Signale ineinander umwandeln, ähnlich wie Glasfaserkabel, die Daten über Licht statt über Kupfer transportieren.
Diese Technologie ist ein zentrales Bauelement für Credos ZeroFlap-Optik-Plattform, die das Unternehmen als neues Wachstumsfeld aufgebaut hat. Bislang musste Credo diese Komponenten extern zukaufen. Mit der Übernahme holt das Unternehmen diese Fertigung nun ins eigene Haus und gewinnt damit strategische Unabhängigkeit sowie deutliche Kostenvorteile.
Wachstumspotenzial und Margensprung in Sicht
Die finanziellen Aussichten sind beachtlich. Credo erwartet, dass das Optikgeschäft im Geschäftsjahr 2027 einen Umsatz von mehr als 500 Millionen Dollar beisteuert. Das Gesamtwachstum soll im selben Zeitraum bei über 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegen.
Interessant dabei: Die aktuellen Konsensschätzungen der Analysten gehen lediglich von rund 53 Prozent Wachstum aus, hier schlummert erhebliches Überraschungspotenzial nach oben. Darüber hinaus dürfte die Eigenproduktion der PICs die Herstellungskosten spürbar senken und die Bruttomarge mittelfristig in Richtung 70 Prozent treiben, gegenüber aktuell rund 65 Prozent.
Credo Technology Holding Aktie Chart
Bewertung und Bilanz bleiben attraktiv
Für die Übernahme zahlt Credo 750 Millionen Dollar in bar sowie rund 0,92 Millionen eigene Aktien – mit möglichen Zusatzzahlungen in Aktienform bei Erreichen bestimmter Meilensteine. Das ergibt ein implizites EV/Umsatz-Multiple von 4,4 bis 6,9, was im Vergleich zu ähnlichen Halbleiterübernahmen als günstig gilt.
Die Bilanz bleibt trotz der Ausgabe solide: Nach Abschluss der Transaktion verfügt Credo noch über eine Nettocashposition von geschätzt 454 Millionen Dollar. Gleichzeitig handelt die Aktie beim Einjahres-Forward-KGV von 36 noch immer mit einem Abschlag von rund 22 Prozent gegenüber dem Median vergleichbarer Unternehmen. Kurzfristig könnte die Aktie an einem charttechnischen Widerstandsniveau eine Verschnaufpause einlegen, die mittelfristige Investmentgeschichte aber bleibt überzeugend.
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