Crash bei McCormick – Einstieg für Anleger?

McCormick enttäuscht die Börse, nicht aber das operative Geschäft. Der Kurs fällt, die Zahlen halten. Für Anleger stellt sich jetzt die Chance-Frage.

Auf einen Blick:
  • Umsatz und Gewinn steigen
  • Konsumentengeschäft stark
  • B2B-Sparte schwächelt noch
  • Dividende und Cashflow stabil

Autsch: Nach den Q4-Zahlen crashte die Aktie von McCormick um rund 8 Prozent ab. Der Abwärtstrend setzt sich fort: Auf Jahressicht hat die Aktie schon über 20 Prozent eingebüßt. Ergibt sich hier für Anleger eine Chance?

McCormick ist der weltgrößte Gewürzhersteller. Der Konzern verkauft Marken wie McCormick, Knorr-Gewürze und Frank’s RedHot

McCormick Aktie Chart

McCormick: Zahlen solide!

Die Zahlen selbst liefern kein Desaster, sie sind sogar gestiegen.

Zahlen Q4/25 McCormick

KennzahlQ4/25Q4/24Veränderung
Umsatz1,850 Mrd. Dollar1,798 Mrd. Dollar+ 2,9 Prozent
Gewinn226,6 Mio. Dollar215,2 Mio. Dollar+ 5,3 Prozent
Free Cashflow458,3 Mio. Dollar373,1 Mio. Dollar+ 22,8 Prozent

Das Geschäft zog über höhere Absatzmengen an. Besonders das Konsumentensegment überraschte positiv. Dort stiegen die Volumina bereits das siebte Quartal in Folge. Das gelang trotz Preiserhöhungen und trotz angespannter Verbraucherlaune.

McCormick: Das waren die Schwachstellen

Schwächer lief es im Bereich Flavor Solutions.

Info: Der Bereich Flavor Solutions bündelt das B2B-Geschäft von McCormick mit individuell entwickelten Aromen, Würzmischungen und Rezepturen für Unternehmen.

Kunden bauten Lagerbestände ab. Vor allem große Lebensmittelkonzerne hielten sich zurück. In Asien und bei Schnellrestaurants zeigte sich jedoch bereits neue Nachfrage. Das spricht für eine Erholung.

Auf der Ertragsseite drückten steigende Rohstoffpreise und Zölle. Die Bruttomarge gab nach. Gleichzeitig griff das Kostenmanagement. Die Verwaltungskosten sanken. Der operative Gewinn legte zu. Der bereinigte Gewinn pro Aktie stieg um sieben Prozent.

McCormick: Ausblick

Der Ausblick fällt vorsichtig optimistisch aus. Für 2026 erwartet das Management wieder mehr Schwung. Die Umsätze sollen moderat wachsen. Die Margen sollen sich erholen. Kostensenkungen und bessere Produktmischungen sollen helfen. Zusätzlich liefert die Übernahme von McCormick de Mexico neue Impulse.

Auch für Anleger gibt es Argumente. Der Konzern generiert stabile Cashflows. Die Dividende steigt um sieben Prozent. Bewertet ist die Aktie mit etwa dem 22-Fachen des erwarteten Gewinns. Das liegt unter dem Gesamtmarkt und unter dem eigenen historischen Schnitt.

Das KGV bei McCormick liegt derzeit bei 21, so gering wie seit Jahren nicht mehr. Der Markt schaut auf kurzfristige Schwächen. Langfristig bleibt das Geschäft defensiv und planbar. Für risikobewusste Anleger könnte der Kursrutsch eine Einstiegschance sein.

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