Die Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Kansas City (CPKC) steht vor einem Arbeitskampf in Kanada. Die Gewerkschaft IBEW hat eine 72-Stunden-Streikankündigung eingereicht. Rund 300 Beschäftigte der Signal- und Kommunikationstechnik könnten am Sonntag die Arbeit niederlegen.
Verhandlungen stocken
Im Zentrum des Konflikts stehen Lohnanpassungen, Reisekosten und die Work-Life-Balance. Gewerkschaftssprecher Jason Sommer spricht von Abwanderung erfahrener Mitarbeiter – sie wechselten zu Arbeitgebern mit besseren Konditionen. CPKC betont hingegen, ein faires Angebot vorgelegt zu haben. Die Vorschläge für Lohn- und Leistungssteigerungen orientierten sich an kürzlich abgeschlossenen Tarifverträgen mit anderen Gewerkschaften in Kanada.
Notfallpläne stehen bereit
Das Unternehmen will bis zum Wochenende weiterverhandeln. Parallel dazu hat CPKC operative Notfallmaßnahmen aktiviert. Die Führung verspricht, den sicheren und effizienten Bahnbetrieb aufrechtzuerhalten – selbst im Streikfall. Das solle die Versorgung der Kunden und der nordamerikanischen Wirtschaft gewährleisten.
Markt reagiert verhalten
Die Unsicherheit drückte am Freitag auf den Kurs. In Frankfurt schloss die Aktie bei 77,52 Euro – ein Minus von 0,36 Prozent. In Toronto und New York fiel der Kurs um jeweils 1,41 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 78,50 Euro beträgt nur noch gut ein Prozent. Seit Jahresbeginn steht CPKC aber noch mit über 21 Prozent im Plus.
Ob die Verhandlungen den Streik noch abwenden, ist offen. Die Gespräche laufen bis zur Deadline am Sonntagmorgen. Für Anleger bleibt die Entwicklung abzuwarten – der langfristige Wert des grenzüberschreitenden Schienennetzes von CPKC wird durch den Arbeitskonflikt vorerst nicht infrage gestellt.
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