Covestro rückt enger an den Elektroauto-Giganten BYD heran. Eine am Montag unterzeichnete Absichtserklärung soll den Werkstoffhersteller tiefer in der Lieferkette für nachhaltige Mobilität verankern. Damit reagiert das Management auf den rasanten Wandel der globalen Automobilindustrie.
Fokus auf Batterietechnik
Die Partner konzentrieren sich auf Innovationen für Hochleistungsbatterien und neue Energiespeichersysteme. Es geht dabei um mehr als reine Liefermengen. Covestro und BYD planen gemeinsame Forschungsprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Ziel: CO2-Emissionen in der Produktion senken und die Kreislaufwirtschaft vorantreiben.
Kursstabilität durch Squeeze-out
Für Anleger bleibt die Aktie derweil ein Sonderfall. Der Kurs verharrt fast unbewegt bei 59,90 Euro. Der Grund: Ein geplanter Squeeze-out durch die Adnoc-Tochter XRG. Der Hauptaktionär kontrolliert inzwischen rund 95,1 Prozent der Anteile.
Die im Mai beschlossene Barabfindung von 59,46 Euro sichert den Kurs nach unten ab. Parallel dazu überzeugte Covestro zuletzt operativ. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 6,73 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag bei 669 Millionen Euro. Starke Verkaufspreise trieben die Marge an, während die Rohstoffkosten nur zeitverzögert stiegen.
Fahrplan bis zum Delisting
Ende Juli veröffentlicht Covestro die geprüften Zahlen für das zweite Quartal. Diese Berichte geben Aufschluss über den Fortschritt der Synergien mit dem neuen Großaktionär. Der Börsenrückzug rückt derweil näher. Mit dem endgültigen Delisting und dem Abschluss der rechtlichen Prozesse rechnen Marktbeobachter in den kommenden Monaten.
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