Mit dem heutigen Handelstag trennt Corteva sein Saatgutgeschäft endgültig vom Pflanzenschutzbereich ab. Berechtigte Corteva-Aktionäre erhalten für jede gehaltene Corteva-Aktie genau eine Aktie der neuen Gesellschaft Vylor.
Parallel dazu nimmt Vylor den regulären Handel an der New York Stock Exchange auf. Die optische Kursanpassung der Corteva-Aktie am heutigen Donnerstag ist die direkte rechnerische Folge dieser Abspaltung und spiegelt keine Verschlechterung der operativen Aussichten wider.
Zuvor hatte die US-Börsenaufsicht SEC die Registrierungserklärung von Vylor für wirksam erklärt und damit den Weg für die Ausschüttung geebnet. Im Zuge der Vorbereitung hatte Vylor zudem das Umtauschangebot für mehrere ausstehende Anleihen der EIDP bis zum gestrigen Mittwoch verlängert.
Bei den Papieren mit Fälligkeiten in den Jahren 2030, 2032 und 2033 wurden Beträge von $434.841.000, $476.214.000 sowie $527.584.000 angedient. Diese Transaktionen standen unter dem Vorbehalt des erfolgreichen Vollzugs der Unternehmensspaltung.
Kartellvergleich mit US-Behörden beendet Rechtsstreit
Flankiert wurde der finale Schritt der Aufspaltung durch juristische Klarheit an zwei Fronten. Am Montag erzielte Corteva eine Einigung mit der US-Handelskommission FTC und zwölf US-Bundesstaaten zur Beilegung eines jahrelangen Kartellverfahrens. Die Vereinbarung sieht vor, dass Corteva $35.000.000 an die klagenden Staaten zahlt.
Zudem verpflichtet sich der Konzern über einen Zeitraum von zehn Jahren zum Verzicht auf bestimmte Treue- und anteilsbasierte Rabattprogramme bei Pflanzenschutzmitteln. Diese gerichtliche Einigung bedarf noch der formalen richterlichen Genehmigung. Das Verfahren gegen den Konkurrenten Syngenta läuft unterdessen weiter.
Einigung im Patentstreit um Saatgut
Ebenfalls am Montag legte Corteva einen Rechtsstreit um Saatgutpatente und biologisches Material mit dem Unternehmen Inari bei. Laut Reuters beantragten die Parteien vor Gericht die endgültige Abweisung der Klage.
Inari willigte ein, in seinem Besitz befindliche Pflanzensamen und weiteres biologisches Material von Corteva zu vernichten. Zudem überträgt Inari relevante Schutzrechte an Corteva und vereinbarte die Aufnahme von Lizenzverhandlungen. Finanzielle Details dieser Beilegung blieben vertraulich.
Bereits am 16. September hatten Analystenhäuser ihre Bewertungen an das veränderte Konzernumfeld angepasst. Sowohl Citigroup mit einer Anhebung des Kursziels auf $91 als auch UBS mit einem Ziel von $90 stuften die Aktie neutral ein. Mit dem heutigen Tag startet Corteva als fokussiertes Pflanzenschutzunternehmen in eine neue Phase, während Vylor als eigenständige Saatgutgesellschaft agiert.
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