Die US-Regierung plant offenbar einen radikalen Schnitt bei Hardware-Importen aus China. Davon könnte vor allem Corning als heimischer Glasfaser-Spezialist massiv profitieren. Anleger nutzen die Nachricht für einen beherzten Einstieg.
Blockade gegen chinesische KI-Hardware
Die Trump-Administration arbeitet an einer neuen Richtlinie der US-Fernmeldebehörde FCC. Diese soll den Import chinesischer optischer Transceiver stoppen. Diese Hardware-Module sind entscheidend für KI-Rechenzentren, da sie elektrische Signale in Lichtimpulse umwandeln. Washington begründet den Schritt mit nationalen Sicherheitsrisiken und dem Schutz der digitalen Infrastruktur.
Ein Importstopp würde vor allem chinesische Marktführer treffen. Bisher hält etwa Zhongji Innolight rund 27 Prozent des globalen Marktes für diese Komponenten. Fällt dieser Wettbewerber in den USA weg, müssten große Cloud-Betreiber ihre Hardware-Budgets massiv in Richtung inländischer Lieferketten umschichten.
Analysten sehen günstiges Zeitfenster
Die Investmentbank Truist Securities stufte die Aktie parallel dazu auf „Buy“ hoch. Die Experten sehen im jüngsten Kursrücksetzer eine attraktive Einstiegschance. Die fundamentale Basis scheint derweil solide: Corning steigerte den Kernumsatz zuletzt um 17 Prozent auf 4,74 Milliarden Dollar.
Vor allem das Glasfaser-Geschäft treibt das Wachstum voran. Die Erlöse in diesem Bereich kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent auf über zwei Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,78 Dollar über den Erwartungen.
Die Aktie legte heute um knapp acht Prozent auf 137,66 Euro zu. Damit setzt das Papier die starke Entwicklung des laufenden Jahres fort. Anleger setzen darauf, dass die politische Dynamik in Washington das Auftragsbuch für optische Netzwerklösungen langfristig füllt.
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