CoreWeave bereitet sich auf den Einzug in den Nasdaq-100 vor. Der Cloud-Infrastruktur-Anbieter hat eine bewegte Woche hinter sich. Während der prestigeträchtige Index-Aufstieg unmittelbar bevorsteht, trennen sich mehrere Führungskräfte von ihren Anteilen.
CEO Michael Intrator verkaufte am 16. Juni genau 307.692 Aktien für rund 36 Millionen US-Dollar. Auch Finanzchef Nitin Agrawal und Strategiechef Brian Venturo stießen Anteile ab. Vize-Präsident Chen Goldberg veräußerte ferner Papiere über einen festgelegten Handelsplan.
Die Aktie verlor am Freitag 2,82 Prozent und schloss bei 100,08 Euro. Trotz dieses Rücksetzers notiert das Papier deutlich über dem Jahrestief von 54,20 Euro. Die Volatilität im Sektor für künstliche Intelligenz bleibt jedoch hoch.
Das massive Wachstum treibt die Aufnahme in die erste Börsenliga an. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 111,6 Prozent auf 2,08 Milliarden US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von rund 47 Prozent zu Buche.
CoreWeave sicherte sich parallel dazu frisches Kapital über den Anleihenmarkt. Das Unternehmen platzierte Senior Notes im Volumen von 1,25 Milliarden US-Dollar zu 9,625 Prozent Zinsen.
Hinzu kommen weitere 2 Milliarden Euro mit einem Kupon von 8,5 Prozent. Beide Tranchen laufen bis zum Jahr 2032. Die hohen Investitionen in die Cloud-Infrastruktur erfordern diese umfangreichen Finanzierungen.
Ein Auftragsbestand von 99,4 Milliarden US-Dollar stützt die langfristigen Aussichten. Analysten bewerten die Aktie im Konsens als moderaten Kauf mit einem durchschnittlichen Kursziel von 131,52 US-Dollar. Mit dem Einzug in den Nasdaq-100 rückt die operative Umsetzung des Milliarden-Backlogs nun in das Zentrum der Markterwartungen.
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