CoreWeave gerät an der Börse unter Druck. Die Aktie verlor am Montag rund 4,5 Prozent, nachdem ein Analyst die Kapitalstruktur des Cloud- und KI-Infrastrukturanbieters sowie die interne Aktienaktivität kritisch kommentiert hatte.
Der Kursrutsch trifft ein Papier, das ohnehin nervös gehandelt wird. In Frankfurt notiert CoreWeave bei 87,31 Euro und damit 5,61 Prozent tiefer als am Vortag. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 10,32 Prozent.
Institutionelle Anleger bleiben aktiv
Trotz der Schwäche bleibt CoreWeave bei großen Investoren gefragt. Nvidia hat seine Beteiligung zuletzt auf rund 47,2 Millionen Aktien ausgebaut. Der Wert liegt bei etwa 3,66 Milliarden Dollar. Der Chipkonzern gilt seit 2023 als strategischer Geldgeber.
Auch andere Adressen haben ihre Positionen verändert. Vanguard und Goldman Sachs haben zugekauft. Insgesamt erhöhten 503 Institutionen ihre Beteiligung im jüngsten Berichtszeitraum. 409 Investoren reduzierten sie.
Auffällig ist die andere Seite der Bilanz. In den vergangenen sechs Monaten kamen 1.782 Insider-Verkäufe zusammen. Käufe von Insidern blieben aus. Das nährt Zweifel an der kurzfristigen Kursfantasie.
Analysten senken die Latte
Die Einschätzungen am Markt gehen auseinander. D.A. Davidson stieg mit einer neutralen Bewertung ein und senkte das Kursziel von 175 auf 100 Dollar. Das ist ein deutlicher Schnitt.
Der Konsens ist weiterhin höher, aber ebenfalls kein Freifahrtschein. Unter 22 beobachteten Analysten liegt das mittlere Kursziel bei 135,50 Dollar. Der Markt preist damit weiter Chancen ein, ohne die Risiken auszublenden.
Wachstum trifft auf hohe Lasten
Operativ wächst CoreWeave schnell. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz auf 2,08 Milliarden Dollar. Gleichzeitig weitete sich der Verlust je Aktie auf 1,39 Dollar aus, nach 0,28 Dollar im Vorjahresquartal.
Genau hier liegt das Spannungsfeld. CoreWeave baut seine Infrastruktur für Hochleistungsrechnen aus und ist Hauptmieter mehrerer Rechenzentrumsprojekte in einem 5-Milliarden-Dollar-Joint-Venture mit Blue Owl, Chirisa Technology Parks und PowerHouse Data Centers. Zu den Standorten zählen Virginia, New Jersey, Pennsylvania, Texas, Kentucky und Nevada. Für den 120-MW-Standort in Richmond sind erste Kapazitäten für 2025 und 2026 vorgesehen.
Parallel dazu belasten hohe Verbindlichkeiten und die Bewertung des gesamten KI-Infrastruktur-Sektors die Stimmung. Kein Wunder, dass Anleger auf jedes Signal von der Finanzierungsseite so sensibel reagieren.
CoreWeave liegt mit 87,31 Euro weiter deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 159,65 Euro. Der Kurs notiert aber noch knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 85,35 Euro. Der RSI von 71,1 zeigt zudem, dass die Aktie technisch bereits heiß gelaufen ist.
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