CoreWeave Aktie: 3,1 Milliarden Kreditlinie platziert

CoreWeave nimmt 3,1 Milliarden Dollar über eine öffentliche Kreditlinie auf, um den Bau von KI-Rechenzentren zu finanzieren. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen.

Auf einen Blick:
  • Öffentliche Kreditlinie über 3,1 Milliarden Dollar
  • Mittel fließen in KI-Rechenzentren
  • Aktie legt um vier Prozent zu
  • Operative Marge bleibt bei einem Prozent

2,08 Milliarden Dollar Umsatz stehen einem Quartalsverlust von 740 Millionen Dollar gegenüber. Bei CoreWeave klaffen rasantes Wachstum und extremer Kapitalbedarf weit auseinander. Um den Hunger nach neuen KI-Rechenzentren zu stillen, öffnet sich der Infrastruktur-Anbieter nun erstmals einem breiten Kreis institutioneller Kreditgeber.

Neues Terrain am Kreditmarkt

Das Unternehmen sicherte sich eine Kreditlinie über 3,1 Milliarden Dollar. Bemerkenswert ist dabei die Struktur. Morgan Stanley und Mitsubishi UFJ Financial Group platzierten das Darlehen öffentlich am Markt.

Damit können die Papiere auf dem Sekundärmarkt gehandelt werden. Pensionskassen und CLO-Manager erhalten so erstmals Zugang zur KI-Infrastruktur-Schuld von CoreWeave. Die hohe Nachfrage drückte den finalen Zinssatz auf den Referenzzins SOFR plus 4,5 Prozent.

Expansion auf Pump

Das frische Kapital fließt direkt in den Ausbau von Hochleistungsrechnern für zwei ungenannte Großkunden. CoreWeave zieht die Mittel dabei in Tranchen ab, sobald spezifische Baufortschritte erreicht sind. Das schont die Zinskasse während der langen Bauphasen.

Allein im Jahr 2026 sammelte der Konzern über 20 Milliarden Dollar an Eigen- und Fremdkapital ein. Die Gesamtverschuldung in der Bilanz klettert auf geschätzt mehr als 17 Milliarden Dollar. Ratingagenturen wie Moody’s bewerten die neue Fazilität mit Ba2 im spekulativen Bereich.

Hohe Volatilität prägt den Handel

Am Aktienmarkt honorieren Investoren den Expansionskurs. Die Papiere legen am Donnerstag um gut vier Prozent auf 91,19 Euro zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 34 Prozent auf der Kurstafel.

Derweil läuft der Optionshandel heiß. Mit 2,2 Millionen offenen Kontrakten hat sich das Volumen im Vergleich zum Monatsdurchschnitt mehr als verdoppelt. Eine annualisierte Volatilität von über 120 Prozent unterstreicht die massiven Preisschwankungen der Aktie.

Das Management steht nun unter Zugzwang, die enormen Vorabinvestitionen in Profitabilität umzumünzen. Die operative Marge lag im ersten Quartal bei mageren einem Prozent. Mit der nahenden Fertigstellung des fünfzigsten globalen Rechenzentrums wechseln in den kommenden Monaten weitere Kapazitäten in die lukrative Abrechnungsphase.

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