CoreWeave steht vor einem entscheidenden Konferenzauftritt. Der KI-Cloud-Spezialist präsentiert sich in den kommenden Tagen auf der Jefferies-Konferenz – mit einer frisch gefüllten Kriegskasse und durchwachsenen Quartalszahlen im Gepäck.
Milliarden-Kredit gesichert
Erst kürzlich schloss das Unternehmen eine Kreditfazilität über 3,1 Milliarden Dollar ab. Es ist die erste öffentlich syndizierte Finanzierung, die durch High-Performance-Computing-Infrastruktur besichert wird. Die Nachfrage war so groß, dass der Zinssatz während der Platzierung um 50 Basispunkte gesenkt werden konnte.
Insgesamt hat CoreWeave 2026 bereits über 20 Milliarden Dollar an Fremd- und Eigenkapital eingesammelt. Das Geld fließt in den Ausbau von Rechenzentren – unter anderem für Großkunden wie Meta und OpenAI.
Umsatzexplosion bei tiefroten Zahlen
Die Zahlen zum ersten Quartal zeigen ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg um 112 Prozent auf 2,08 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust nach GAAP betrug 740 Millionen Dollar.
Haupttreiber waren Zinsaufwendungen von 536 Millionen Dollar und hohe Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 36,4 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei 99,4 Milliarden Dollar – ein Polster für künftiges Wachstum. Die installierte Rechenleistung hat die Marke von einem Gigawatt überschritten, bis 2030 sollen acht Gigawatt erreicht werden.
Insider verkaufen
Aus jüngsten SEC-Meldungen gehen Insiderverkäufe hervor. EVP Goldberg Chen trennte sich von 14.168 Aktien, vor allem zur Begleichung von Steuern aus Aktienvergütungen. Gründer Brian Venturo verkaufte zudem 375.000 Anteile zu einem Durchschnittskurs von 101,24 Dollar.
Die CoreWeave-Aktie notierte zuletzt bei 90,59 Euro – ein Minus von 2,11 Prozent am Freitag. Auf Wochensicht beträgt das Minus 1,91 Prozent.
Seit Jahresbeginn steht immerhin ein Plus von rund 34 Prozent. Der RSI von 71 deutet auf eine leichte Überhitzung hin, die annualisierte Volatilität von 122 Prozent signalisiert anhaltende Unsicherheit.
Ausblick: Inference statt Training
Auf der Jefferies-Konferenz wird CFO Nitin Agrawal sprechen. Erwartet wird der strategische Fokus auf den Wandel: weg vom Training großer KI-Modelle, hin zur sogenannten Inference – der Ausführung trainierter Modelle. CoreWeave setzt auf eine Full-Stack-Optimierung aus GPU-Infrastruktur und Entwickler-Tools. Anleger achten auf Signale, wann der milliardenschwere Ausbau in operative Gewinne mündet.
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