Constellation Brands hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres besser abgeschnitten als erwartet. Gewinn je Aktie bei 1,90 Dollar, rund 19 Cent über den Schätzungen. Umsatz mit 1,92 Milliarden Dollar ebenfalls 40 Millionen über dem, was Analysten auf dem Zettel hatten. Klingt gut. War aber nicht gut genug, denn im nachbörslichen Handel gerieten die Aktien des Corona- und Robert-Mondavi-Mutterkonzerns dennoch unter Druck.
Der Grund ist simpel: Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 enttäuschte. Und Ausblicke interessieren den Markt nun mal mehr als Rückblicke.
Bier läuft, aber auch nicht mehr so richtig
Im Biergeschäft, dem eigentlichen Herzstück von Constellation Brands, sank der Umsatz um 1 Prozent. Modelo Especial und Corona Extra verloren Marktanteile, Pacifico und Victoria legten zwar zu, konnten das aber nur knapp ausgleichen. Depletions, also der tatsächliche Abverkauf aus dem Handel, wuchsen um gerade mal 0,6 Prozent. Das ist kein Einbruch, aber weit entfernt von dem Wachstum, das die Aktie in früheren Jahren rechtfertigte.
Im Wein- und Spirituosenbereich sieht es noch düsterer aus. Nettoumsatz minus 58 Prozent, Versandvolumen sogar minus 72,9 Prozent. Das ist allerdings größtenteils auf Verkäufe von Marken und veränderte Distributionsverträge zurückzuführen, also kein operativer Kollaps, sondern ein bewusstes Schrumpfen.
Constellation Brands Aktie Chart
Der eigentliche Knackpunkt: 2027
Constellation Brands erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn je Aktie zwischen 11,20 und 11,90 Dollar. Die Analystenschätzungen lagen bei 12,36 Dollar. Das ist eine Lücke, die sich nicht wegdiskutieren lässt. Dazu kommt: Der freie Cashflow wird mit 1,6 bis 1,7 Milliarden Dollar deutlich unter den erwarteten 2 Milliarden Dollar erwartet. Und die Investitionsausgaben von geplanten 800 Millionen Dollar liegen ebenfalls über den Schätzungen von rund 710 Millionen Dollar.
Das Unternehmen spricht von einem „dynamischen Umfeld“ und „begrenzter kurzfristiger Sichtbarkeit“. Die FY28-Prognose wurde gleich ganz zurückgezogen. Wer das liest, weiss: Die Verantwortlichen haben derzeit vermutlich selbst wenig Ahnung, wohin die Reise geht.
Dividende zahlen sie trotzdem
Am 14. Mai erhalten Aktionäre eine Quartalsdividende von 1,03 Dollar je Aktie. Das ist nett. Ob es reicht, um die Enttäuschung über den Ausblick zu überbrücken, ist eine andere Frage. Corona-Bier verkauft sich schwächer, der Ausblick ist trüb, und die Guidance liegt unter den Erwartungen. Na dann: Prost!
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