Manchmal passt einfach alles. CommVault hat am 28. April seine Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt, und wer auf eine Enttäuschung gewartet hat, wartet noch immer. Non-GAAP-EPS von 1,28 Dollar, 19 Cent über den Erwartungen. Gesamtumsatz von 312 Millionen Dollar, 5,3 Millionen über dem Konsens. Und dann noch 132 Millionen Dollar Free Cash Flow im Quartal, ein Rekordwert.
SaaS zieht das Wachstum
Der eigentliche Motor hinter diesen Zahlen ist das SaaS-Geschäft. 93 Millionen Dollar Umsatz, plus 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist kein organisches Schleichen nach oben, das ist ein Schub. Der Subscription-Umsatz insgesamt kletterte auf 208 Millionen Dollar, ein Plus von 20 Prozent. Das gesamte ARR wuchs um 21 Prozent auf 1,122 Milliarden Dollar. Commvault hat damit die Milliardenmarke beim ARR geknackt.
CEO Sanjay Mirchandani formulierte es so: „Der Aufstieg von KI wird mehr Daten und mehr Risiken erzeugen, was wiederum die Nachfrage nach unseren Schutz-, Governance- und Recovery-Fähigkeiten erhöht.“ Das klingt nach Marketing, ist aber eben auch nicht falsch.
Und das Geschäftsjahr als Ganzes?
Für das volle Fiskaljahr 2026 stehen 1,184 Milliarden Dollar Gesamtumsatz in den Büchern, plus 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Subscription-Umsatz legte um 30 Prozent zu, der SaaS-Anteil sogar um 52 Prozent. Non-GAAP-EBIT-Marge: 20,1 Prozent. Free Cash Flow für das Gesamtjahr: 237 Millionen Dollar.
Commvault hat dabei alle eigenen Guidance-Ziele für das Quartal und das Gesamtjahr erreicht. Alle. Das ist seltener als man denkt.
Commvault Systems Aktie Chart
Der Ausblick traut sich was
Für das Fiskaljahr 2027 erwartet Commvault Gesamterlöse zwischen 1,3 und 1,31 Milliarden Dollar. Subscription-ARR soll auf 1,2 bis 1,21 Milliarden steigen. Die Non-GAAP-EBIT-Marge ist mit rund 20,5 Prozent angesetzt, der Free Cash Flow soll zwischen 250 und 260 Millionen Dollar liegen. Fürs erste Quartal 2027 peilt das Unternehmen einen Subscription-Umsatz von 263 bis 265 Millionen Dollar an, bei einer EBIT-Marge von rund 19 Prozent.
Dazu kommen frische Partnerschaften mit Microsoft Security, CrowdStrike, NetApp und STACKIT sowie die Übernahme des KI-Sicherheitsunternehmens Satori. Commvault baut das Ökosystem konsequent aus, und zwar nicht nur auf dem Papier.
Wo ist der Haken?
Den suche ich noch. Die GAAP-Betriebsmarge liegt mit 5,3 Prozent im Quartal deutlich unter dem Non-GAAP-Wert von 21,3 Prozent. Der Abstand zwischen diesen beiden Zahlen ist groß, und er erklärt sich durch aktienbasierte Vergütung und Abschreibungen. Das ist bei Softwareunternehmen dieser Größe üblich, aber ignorieren sollte man es nicht. Unterm Strich bleibt: Commvault liefert. Quartal für Quartal.
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