Wer seinen Laptop verliert, verliert mehr als Dateien. Bei Mitarbeitern, die mit KI-Agenten arbeiten, gehen auch Konfigurationen, Prompt-Bibliotheken und mühsam aufgebauter Kontext verloren. Genau hier setzt CommVault mit einer neuen Funktion an.
Schutz für Claude Cowork, Claude Code und OpenClaw
Der Anbieter für Datenresilienz will IT- und Sicherheitsteams ermöglichen, Agent-Konfigurationen und KI-Daten auf verwalteten Windows- und macOS-Geräten zu finden, zu sichern und wiederherzustellen. Unterstützt werden zunächst Claude Cowork und Claude Code von Anthropic sowie OpenClaw. Die Erkennung der ChatGPT-Desktop-App von OpenAI ist bereits verfügbar.
Schutz und Wiederherstellung für die drei Agenten-Tools sollen in den kommenden Monaten allgemein verfügbar werden. Kunden erhalten die Funktion über bestehende Endpoint-Protection-Angebote, ein separater Kauf ist nicht nötig. Weitere KI-Tools sind für spätere Versionen geplant.
Die Funktion gehört zu AgentRecover, Commvaults Lösung für die Wiederherstellbarkeit von KI-Umgebungen in Unternehmen.
Schatten-KI als Verkaufsargument
Commvault argumentiert auch mit Sicherheit. Die Lösung liefert Sicherheitsteams eine zentrale Übersicht, welche KI-Werkzeuge auf Firmengeräten installiert sind, auch solche, die am offiziellen IT-Prozess vorbei laufen. Als Beleg verweist das Unternehmen auf IBM-Daten: 80 Prozent der befragten US-Büroangestellten nutzen KI im Job, nur 22 Prozent ausschließlich die vom Arbeitgeber bereitgestellten Tools.
„Die meisten Organisationen können nicht sagen, welche KI-Agenten auf den Rechnern ihrer Mitarbeiter laufen, geschweige denn die darin steckende Arbeit wiederherstellen“, sagt Technologiechef Pranay Ahlawat. Der Ansatz zielt auf eine Lücke, die mit der breiten Nutzung von Agenten-Tools wächst.
AWS-Auszeichnung als Beiwerk
Zum Wochenabschluss der Nachrichtenlage kommt eine weitere Meldung: Commvault hat die AWS Data Competency in der Kategorie Relational Databases erhalten. Sie würdigt den Schutz von Amazon RDS und Amazon Aurora mit automatisierten Backups, Point-in-Time-Recovery und unveränderlichem, vom Netz getrenntem Speicher. Bereits zuvor hielt das Unternehmen die AWS Storage Competency und die AWS Resilience Competency in der Kategorie Recovery.
Kursrelevant sind beide Nachrichten vor allem als Signal für die Produktstrategie. Commvault erweitert sein Portfolio entlang des KI-Trends und festigt zugleich die Partnerschaft mit einem der größten Cloud-Anbieter. Weitere Details zur KI-Strategie dürften auf der Kundenkonferenz SHIFT 2026 in Nashville folgen, auf der das Unternehmen nach eigener Ankündigung die „neuen Regeln der Resilienz“ im KI-Zeitalter vorstellen will.
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