Die Commerzbank sieht im geplanten staatlich geförderten Altersvorsorgedepot eine Wachstumschance für das Privatkundengeschäft. Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Commerzbank und comdirect zeigt: 38 % der Befragten halten einen Abschluss für wahrscheinlich, bei den 18- bis 25-Jährigen sind es sogar 47 %.
Commerzbank-Aktie: Junge Kunden zeigen besonders großes Interesse
Besonders hoch ist die Abschlussbereitschaft bei Familien. Bei Eltern mit einem Kind beträgt sie 42 %, bei Familien mit mindestens zwei Kindern steigt sie auf 55 %. Familien können laut Commerzbank von einer zusätzlichen Zulage von bis zu 300 Euro je Kind profitieren.
Das Interesse trifft allerdings auf erhebliche Wissenslücken: 62 % haben zwar bereits vom Altersvorsorgedepot gehört, wissen aber nur wenig darüber. 35 % kennen das Modell bislang überhaupt nicht. Unter denjenigen, die sich selbst als gut informiert einschätzen, würden dagegen 68 % wahrscheinlich ein Depot eröffnen.
Commerzbank-Aktie: Bank und comdirect greifen unterschiedliche Kunden an
Zum geplanten Förderstart 2027 will die Commerzbank ein förderfähiges Depot mit persönlicher oder digitaler Beratung anbieten. Vorgesehen sind zwei aktiv gemanagte Multi-Asset-Fonds von Allianz Global Investors, darunter eine defensive Variante mit durchschnittlich 15 % Aktienanteil sowie eine chancenorientierte Variante mit durchschnittlich 70 %.
comdirect setzt dagegen stärker auf Selbstentscheider. Das „Altersvorsorgedepot Standard“ soll auf zwei ETFs basieren, während eine flexible Variante eine größere Auswahl an ETFs und Fonds ermöglichen soll.
Zur Einordnung: Für die Commerzbank könnte das Altersvorsorgedepot vor allem deshalb interessant sein, weil mehr als jeder zweite Befragte das Produkt bevorzugt bei einem Anbieter eröffnen würde, bei dem er bereits Kunde ist. Wie groß der tatsächliche wirtschaftliche Effekt sein wird, lässt sich aus der Umfrage allerdings noch nicht ableiten.
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