Commerzbank-Aktie: Der Wille ist da!

Die Commerzbank setzt auf hohe Ausschüttungen, um sich gegen Übernahmepläne von Unicredit zu wappnen. Die weitere Kursentwicklung bleibt ungewiss.

Auf einen Blick:
  • Starke Kursgewinne im DAX für 2025
  • Ausschüttungsprogramme als Abwehrstrategie
  • Ungewisser Ausgang des Unicredit-Pokers
  • Hohe Volatilität für 2026 erwartet

Die Commerzbank beendete das Jahr 2025 als einer der größten Gewinner im DAX mit Kursaufschlägen weit über 100 Prozent. Natürlich stellen sich die Anleger nun die Frage, ob es im neuen Jahr in diesem Stil weitergehen mag. Darüber lässt sich sagen, dass der Wille dazu auf Unternehmensseite fraglos vorhanden ist.

Denn die brachialen Kurssteigerungen waren zwar zu nicht unwesentlichen Teilen auf hervorragende Entwicklungen bei den Bilanzen zurückzuführen. Darüber hinaus stand dahinter aber auch ein Stück weit Kalkül. Das Frankfurter Geldhaus setzte bewusst auf steigende Aktienkurse, um sich gegen die Übernahmeavancen der italienischen Unicredit zur Wehr zu setzen.

Commerzbank: Gute Zeiten für Aktionäre

Zu diesem Zweck setzte die Commerzbank beispiellose Ausschüttungsprogramme in Gang. Der Großteil der Gewinne wird in den kommenden Jahren an die Aktionäre weitergereicht, sei es in Form steigender Dividenden oder milliardenschwerer Rückkaufprogramme. Das macht die Aktie sehr attraktiv und voraussichtlich wird das Interesse der Marktakteure dadurch hoch bleiben.

Spannend wird es aber mit Blick auf Unicredit. 2026 könnte sich eine Entscheidung im zähen Übernahmepoker anbahnen. Die Frage lautet dabei, ob auch bei deutlich höheren Kursen noch ein Übernahmeangebot ausgesprochen wird oder ob es letztlich zum Rückzug kommt. Beides hätte enorme Auswirkungen auf den Aktienkurs.

Commerzbank Aktie Chart

Es bleibt spannend

Daraus resultiert eine gewisse Unsicherheit, welche die Commerzbank bis auf Weiteres auf Schritt und Tritt verfolgen wird. Vorhersehen lässt sich die Entwicklung des Aktienkurses wohl noch weniger als bei vielen anderen Titeln. Das sorgt im neuen Jahr für Spannung, auf die viele Anleger aber wohl auch gerne verzichten könnten.

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