Commerzbank Aktie: Der Weg zu UniCredit wird vorbereitet

Symbolbild, KI-generiert

Im dritten Quartal 2026 stieg der Nettogewinn um 45 Prozent; die Zinsüberschussprognose für 2026 wurde auf 8,5 Milliarden Euro reduziert.

Auf einen Blick:
  • DZ Bank stuft auf Halten zurück
  • Fairer Wert sinkt auf 40 Euro
  • Quartalsgewinn steigt auf 859 Millionen Euro
  • Commerzbank senkt Zinsüberschussprognose auf 8,5 Milliarden Euro

Die DZ Bank hat ihre Empfehlung für die Commerzbank am Donnerstag Medienberichten zufolge von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Zugleich senkte sie den fairen Wert für die Aktie von 46 auf 40 Euro. Die vorsichtigere Einschätzung fällt mit Aussagen der Commerzbank zu einer möglichen Transaktion mit UniCredit zusammen.

Vorbereitungen für mögliche Konsolidierung

Die Commerzbank erklärte am Donnerstag laut Reuters, sie sei überzeugt, dass eine Transaktion mit UniCredit Wert schaffen könne. Zugleich teilte die Bank mit, dass die Vorbereitungen für eine mögliche Konsolidierung begonnen hätten.

Damit bezeichnete die Commerzbank die Konsolidierung weiterhin als Möglichkeit; den Beginn der Vorbereitungen stellte sie hingegen als bereits erfolgt dar. Auch den möglichen Wertbeitrag einer Transaktion formulierte sie als ihre Überzeugung.

Am Freitag sank die Aktie um 1,2%; der Schlusskurs von 38,00 € lag unter dem von der DZ Bank genannten fairen Wert.

Höherer Gewinn bei niedrigerem Zinsausblick

Bei der Vorlage ihrer Geschäftszahlen am Donnerstag meldete die Commerzbank für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 859 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach das nach Unternehmensangaben einem Zuwachs von 45 Prozent.

Für die ersten neun Monate bezifferte die Bank ihren Überschuss auf 2,67 Mrd. Euro. Am Jahresziel hielt sie bei der Veröffentlichung fest: Für 2026 erwartet die Commerzbank weiterhin mindestens 3,4 Mrd. Euro Nettogewinn.

Auch den Umsatzausblick bestätigte das Unternehmen am Donnerstag. Er liegt für das Gesamtjahr bei rund 13,2 Mrd. Euro.

Anders fiel die Entscheidung beim Zinsüberschuss aus: Hier senkte die Commerzbank am Donnerstag ihre Prognose von zuvor 8,6 auf 8,5 Mrd. Euro.

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